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Olympia 2021: Belarussischer Hammerwerfer Ivan Tikhon kritisiert Kristina Timanowskaja
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Publiziert 05/08/2021 um 21:48 GMT+2 Uhr
Die "Flucht" der belarussischen Sprinterin Kristina Timanowskaja sorgt weiterhin für viel Diskussion. Jetzt hat sich ihr Landsmann Ivan Tikhon zu Wort gemeldet. Der Hammerwerfer kritisierte Timanowskaja und solidarisierte sich mit Regierungspräsident Alexander Lukaschenko. In einem Interview mit der "Bild" begründete der zweifache Weltmeister seine Sicht der Dinge.
Ivan Tikhon hat seine Landsfrau für ihre Aktion kritisiert
Fotocredit: Getty Images
"Seit Beginn der Olympischen Spiele sagte Pierre de Coubertin, dass der Athlet in der Arena unter friedlichen Umständen seine Fähigkeiten zeigen und der Sport jenseits der Politik bleiben soll", so Tikhon.
Auch der aktuelle IOC-Präsident Thomas Bach habe gesagt, "dass die Sportarena nicht durch politische Aussagen diskreditiert werden darf. Ich bin der Meinung, dass sie gegen diese Regel verstoßen hat und sie auf menschlicher Ebene falsch gehandelt hat", erläuterte Tikhon.
Timanowskaja hatte sich bei Instagram über die Nominierung für die 4x400-Meter-Staffel beschwert, da sie lieber über die 200 m starten wollte.
Der Verband nominierte sie, weil nicht genug belarussische Athletinnen die benötigte Anzahl an Doping-Tests nachweisen konnte. Nach ihrer Kritik wurde sie zum Flughafen gefahren und sollte zurück in die Heimat fliegen.
Die Sprinterin fürchtete Schlimmes nach der Rückkehr, schaltete die japanische Polizei ein und fand nun in Polen Asyl.
Tikhon: Staffel-Verweigerung von Timanowskaja "unwürdig"
Tikhon kann indes den Rückzug aus der 400-m-Staffel nicht nachvollziehen. "Ihre Ankündigung, dass sie nicht im Staffellauf zur Verfügung zu stellen, finde ich unwürdig. Wir sind verpflichtet, uns gegenseitig zu unterstützen, insbesondere bei Olympischen Spielen", so der Hammerwerfer.
Generell stehe es der Allgemeinheit aber nicht zu, "über sie zu urteilen. Es liegt an uns für sie Verständnis zu haben."
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