Eurosport
Olympia 2021 - Usain Bolt: 100-Meter-Weltrekord leichter als dreifacher Vater zu sein
Von
Publiziert 23/07/2021 um 14:31 GMT+2 Uhr
Usain Bolt hat während seiner Karriere bei drei verschiedenen Olympischen Spielen (2008, 2012 und 2016) acht Goldmedaillen gewonnen und gleich mehrere Weltrekorde über die 100 und 200 Meter aufgestellt. Doch auch die Frage, was anstrengender sei, sich um drei Kleinkinder zu kümmern oder 100 Meter in unter 9,6 Sekunden zu laufen, hatte der 34-Jährige eine klare Antwort: "Auf jeden Fall drei Babys."
Usain Bolt
Fotocredit: Getty Images
In einem Interview mit der britischen Zeitung "Mirror" hat Usain Bolt über sein Leben als Vater von drei Kleinkindern gesprochen. Vor Kurzem wurde der Jamaikaner Vater der beiden Zwillingssöhne Thunder und Saint Leo.
Als Bolt und Ehefrau Kasi Bennett die Namen ihrer Kinder veröffentlichten, reagierten die Fans begeistert. Bereits der Name ihrer erstgeborenen Tochter, Olympia, sorgte in der Öffentlichkeit für Aufsehen. "Als wir Olympia erwartet hatten, haben wir die Regel ausgemacht, dass Kasi den Namen aussuchen darf, wenn es ein Mädchen wird und ich den Namen aussuchen darf, wenn es ein Junge wird."
Zu Beginn sei seine Lebenspartnerin vom Namen Thunder Bolt nicht begeistert gewesen, verriet der 34-Jährige dem "Mirror". Doch sie habe dem Wunsch des Olympiasiegers zugestimmt.
Nun hat Bolt also drei Kinder, die jünger sind als zwei Jahren - und diese Aufgabe fordert den Leichtathletik-Superstar. Auf die Frage, was anstrengender sei, sich um drei Kleinkinder zu kümmern oder 100 Meter in weniger als 9,6 Sekunden zu sprinten, hatte der Jamaikaner eine klare Antwort: "Auf jeden Fall drei Babys. Wenn sie alle zusammen anfangen zu weinen, ist das wie ein Ort des Grauens. Man weiß nicht, was man tun soll. Es ist schwierig, aber das ist es so wert."
Bolt blüht in Vater-Rolle auf
Bolt verriet weiter, dass ihn die Geburt seiner Kinder mit mehr Stolz erfülle als all die Titel und Auszeichnungen während seiner aktiven Laufbahn.
"Die Leute sagen dir immer, dass der Moment, in dem du dein erstes Kind bekommst, dein Leben verändern wird. Und das tut es auch. Es ist etwas, das ich wirklich schätze und liebe", sagt Bolt. "Jeden Tag gibt es etwas Neues. Es bringt dich zum Lächeln und macht dich einfach glücklich."
Der ehemalige Weltklasse-Sprinter beendete im Jahr 2017 seine glanzvolle Karriere. Die Olympischen Spiele in Tokio, die am Freitag offiziell eröffnet wurde, sind damit die ersten Sommerspiele seit dem Jahr 2000 in Sydney, die ohne Bolt stattfinden.
Bolt über Geisterspiele in Tokio: "Hätte mich beeinflusst"
Der Jamaikaner zeigte im Vorfeld Verständnis dafür, dass die Olympischen Spiele in Zeiten der Corona-Pandemie vonstattengehen. "Es ist auch ein Job für die Athleten, und sie haben ein Jahr verloren, und jetzt haben sie endlich die Chance, an einem Wettbewerb teilzunehmen. Ich habe das Gefühl, dass es für die Athleten notwendig ist", sagte er.
Die Athleten hätten sich die Spiele verdient. Trotzdem beneidet Bolt seine Nachfolger aufgrund der Tatsache, dass die Wettkämpfe ohne Fans ausgetragen werden, nicht. "Ich habe definitiv das Gefühl, dass die leeren Stadien mich beeinflusst hätten. Ich habe für die Energie, die Stimmung, den Lärm gelebt. Wenn ich also in ein leeres Stadion gehe, würde mich das schon ein bisschen beeinflussen." Die Atmosphäre hätte ihn immer angetrieben, noch schneller zu laufen.
Ob es in naher Zukunft erneut einen Olympioniken aus dem Haus Bolt geben wird, ließ der 34-Jährige abschließend offen. Auf die Zukunft seiner Kinder angesprochen, entgegnete der 34-Jährige: "Ich freue mich darauf, zu sehen, wie sie sich entwickeln, ob sie Leichtathletik machen wollen - oder gar keinen Sport."
Das könnte dich ebenfalls interessieren: Schwedens Schwimmstar Sjöström rechtzeitig fit und besiegt Landsmann Daniel Stahl im Armdrücken
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/07/23/3178455-65124368-2560-1440.jpg)
Ruder-Goldfavorit Zeidler gewinnt ersten Lauf
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung