Eurosport
Olympia 2021: Tentoglou holt Gold im Weitsprung vor weitengleichem Echevarria aus Kuba
Von
Publiziert 02/08/2021 um 05:32 GMT+2 Uhr
Keine 24 Stunden nach dem olympischen Hochsprung ist auch das Weitsprung-Finale dramatisch geendet. Im letzten Versuch flog der griechische Europameister Miltiadis Tentoglou, bis dahin Vierter, auf 8,41 m und egalisierte damit die Weite des seit dem dritten Durchgang führenden Kubaners Juan Miguel Echevarria. Jasmine Camacho-Quinn aus Puerto Rico gewann Gold über 100 m Hürden.
Tentoglou springt zu Gold
Fotocredit: Eurosport
Weil Tentoglou aber mit 8,15 den um sechs Zentimeter besseren zweitbesten Versuch gegenüber Echevarria vorzuweisen hatte, lag der Grieche an der Spitze. Mit dem letzten Sprung der Konkurrenz wollte Echevarria noch einmal kontern, verletzte sich aber beim Anlauf.
Am Abend zuvor hatten im Hochsprung-Finale Mutaz Essa Barshim aus Katar und der Italiener Gianmarco Tamberi 2,37 m übersprungen und waren danach an 2,39 m gescheitert. Weil beide die gleiche Anzahl an Fehlversuchen hatten, lagen sie gleichauf an der Spitze. Nach kurzer Absprache verzichteten sie auf ein Stechen, für beide gab es damit Gold.
Bronze im Weitsprung ging an Echevarrias Landsmann Maykel Masso (8,21), der deutsche Meister Fabian Heinle (Stuttgart) kam in seinem ersten olympischen Finale nicht über den zwölften und letzten Platz (7,62) hinaus.
JuVaughn Harrison (USA), mit dem Ziel angetreten, in Tokio als erster Leichtathlet seit 1896 Gold sowohl im Hoch- wie im Weitsprung zu holen, muss medaillenlos die Heimreise antreten. Nach seinem siebten Platz im Hochsprung-Finale am Vorabend reichte es für "Mr. Jumps" nur zu Rang fünf mit 8,15.
Weltmeister Tajay Gayle aus Jamaika hatte sich in der Qualifikation am Knie verletzt und kam im Finale nicht über Platz elf (7,69) hinaus.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/08/02/3190833-65371928-2560-1440.jpg)
Herzschlagfinale im Weitsprung der Männer: Drama im letzten Versuch
Quelle: Eurosport
Olympiasieg nach Puerto Rico
Hürdensprinterin Jasmine Camacho-Quinn hat die zweite olympische Goldmedaille in der Geschichte Puerto Ricos und die erste für die Karibikinsel in der Leichtathletik gewonnen. Fünf Jahre nach dem Olympiasieg von Tennisspielerin Monica Puig in Rio setzte sich die 24-Jährige im Finale von Tokio über 100 m Hürden in 12,37 Sekunden vor Weltrekordlerin Kendra Harrison aus den USA (12,52) durch. Bronze ging an Megan Tapper (Jamaika/12,56).
Camacho-Quinn, die nie zuvor eine Medaille bei einer großen Meisterschaft gewonnen hatte, war im Halbfinale in 12,26 Sekunden zu einem olympischen Rekord gelaufen und hatte Harrisons Weltbestmarke nur um sechs Hunertstel verfehlt.
Die deutsche Meisterin Ricarda Lobe (Mannheim) war im Vorlauf ausgeschieden, Rio-Olympiasiegerin Brianna Rollins fehlte nach einer Sperre wegen eines Verstoßes gegen den Welt-Anti-Doping-Code.
Das könnte Dich auch interessieren: Jacobs hebt die Sprint-Welt aus den Angeln
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/08/02/3190728-65369828-2560-1440.jpg)
Trotz Sturz zum Sieg: Hassan mit wilder Aufholjagd über 1500 Meter
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung