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Owen Ansah soll nach verweigertem Dopingtest vier Jahre gesperrt werden - NADA fordert harte Strafe
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Update 07/08/2026 um 14:07 GMT+2 Uhr
Nach einem verweigerten Dopingtest fordert die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) eine vierjährige Sperre für den deutschen 100-m-Rekordhalter Owen Ansah. Diesen Sanktionsvorschlag teilte die NADA am Freitag mit. Wird er akzeptiert, reduziert sich die Dauer automatisch auf drei Jahre. Ansah hatte einem NADA-Kontrolleur Anfang Juli die Abgabe einer Dopingprobe verweigert.
Owen Ansah droht eine mehrjährige Sperre
Fotocredit: Getty Images
Ansah hat hat nun 20 Tage Zeit, die Feststellungen der NADA zu akzeptieren oder die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beim Deutschen Sportschiedsgericht (DIS) zu verlangen.
Ansah werde den Vorschlag der NADA allerdings "nicht akzeptieren", teilte Rainer Tarek Cherkeh, Anwalt des Leichtathleten vom Hamburger SV, in einer Stellungnahme mit: "Er fokussiert sich nun auf die anstehende Leichtathletik-EM."
Auch der Deutsche Leichtathletik Verband reagierte. "Es bleibt dabei: Der DLV hat die Organisation und Durchführung von Dopingkontrollen sowie das Ergebnismanagement und Disziplinarverfahren an die NADA abgegeben. Wir stehen gleichzeitig weiter an der Seite unseres Athleten", sagte Jörg Bügner, Vorstand Leistungssport.
Ansah werde "bei der EM wie geplant über 100 Meter und 200 Meter an den Start gehen", aber nicht an den Staffel-Wettbewerben teilnehmen.
Ansah und Anwälte widersprechen der NADA
Ansah wird vorgeworfen, einem NADA-Kontrolleur Anfang Juli die Abgabe einer Dopingprobe verweigert zu haben. Die NADA leitete daraufhin ein Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen ein. Im sportrechtlichen Ergebnismanagementverfahren wurden Verstöße gegen die Anti-Doping-Bestimmungen des Anti-Doping-Codes des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) und gegen Artikel 2.3 des Nationalen Anti-Doping Codes (Weigerung oder Unterlassen, sich einer Probenahme zu unterziehen) festgestellt.
Cherkeh wehrt sich gegen die Darstellung. "Unser Mandant Owen Ansah hat sich zu keinem Zeitpunkt geweigert, eine Dopingkontrolle durchzuführen", hieß es in der Reaktion des Anwalts. "Er hat zu keinem Zeitpunkt die Abgabe einer Probe abgelehnt. Owen Ansah hat zu keinem Zeitpunkt gesagt oder den Eindruck erweckt, dass er eine Dopingkontrolle nicht durchführen wolle."
Ansah (25), der im Juni die deutsche 100-m-Bestmarke auf 9,98 Sekunden verbessert hatte, wurde von der NADA wenige Tage vor Beginn der EM in Birmingham (10. bis 16. August) nicht vorläufig suspendiert. Eine Sperre beginnt laut Mitteilung "erst mit dem Tag der entsprechenden finalen Entscheidung der NADA oder eines Disziplinarorgans oder mit dem Tag, an welchem die vorgeschlagene Sperre akzeptiert wurde".
Zudem sollen alle Wettkampfergebnisse Ansahs, der zuletzt in Wattenscheid zum DM-Titel gesprintet war, im Zeitraum vom Verstoß (9. Juli) bis zum Beginn einer vorläufigen Suspendierung oder Sperre annulliert werden.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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