SID

2019 will Philipp Öttl den Aufstieg in die Moto2-Klasse schaffen

Angriff in der Moto3: Öttl fährt für den Aufstieg
Von SID

13/03/2018 um 13:53Aktualisiert 13/03/2018 um 13:54

Motorrad-Pilot Philipp Öttl denkt vor dem WM-Auftakt am Wochenende in Katar schon an die nächste Saison. 2019 soll es endlich hoch in die Moto2-Klasse gehen, dafür müssen die Ergebnisse stimmen. Eigentlich hätte Philipp Öttl den Aufstieg gerne früher gepackt. Doch der 22-Jährige wird in diesem Jahr auf seinem Motorrad noch einmal eine Extrarunde drehen, es soll die letzte sein.

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Der Rennfahrer aus dem bayerischen Ainring will endlich raus aus der kleinsten WM-Klasse, sagte er dem "SID":

"Wir müssen in dieser Saison so gut abschließen, dass wir in die Moto2 aufsteigen können. Das ist unser Ziel."

Öttl: Schlüsselbeinbruch verhinderte besseres 2017

Öttl hat sich in seiner Karriere zuletzt kontinuierlich gesteigert. 15., 12., 10. Platz, der erneut einzige deutsche Moto3-Starter ist der Spitze im WM-Endklassement immer näher gekommen. Und im Vorjahr wäre sogar deutlich mehr drin gewesen, hätte er sich im Mai bei einem Sturz im Qualifying von Jerez/Spanien keinen Schlüsselbeinbruch zugezogen.

Durch den folgenschweren Abflug verpasste Öttl zwar keinen Lauf, schon kurz nach der Operation war er im französischen Le Mans wieder am Start. Doch der Unfall hatte Nachwirkungen.

"Die Verletzung vom Jahresanfang hat mich in den Qualifyings ein bisschen gehemmt. Später wurde es wieder besser, hoffentlich kann ich die Tendenz ins neue Jahr mitnehmen", sagte Öttl.

Häufig war ein richtig gutes Ergebnis nicht möglich, da Öttl in der Startaufstellung viel zu weit hinten stand. Sechsmal reichte es bei 17 Starts nicht für die Top 15, das muss besser werden. Öttl ist guter Dinge: "Wenn der Grundspeed höher ist, tue ich mich auch in den Qualifyings ein bisschen leichter."

Öttls Aufstieg - ein Familienprojekt

Die Voraussetzungen stimmen. "Überwiegend positiv" waren die Trainingsfahrten in Valencia und Jerez laut Öttl: "Wir hatten eine gute Pace." Insgesamt lief die Vorbereitung mit dem Rennstall Schedl GP Racing gut. Vater Peter, selbst bei mehr als 100 Grand Prix in der Motorrad-WM am Start und fünfmal Sieger, hält weiter als Teamchef und Manager seines Sohnes die Fäden in der Hand.

Für das Familienduo aus dem kleinen Grenzörtchen Ainring, ganze zehn Kilometer von Salzburg entfernt gelegen, gab es im vergangenen Jahr zwei richtige Highlights.

Nach der kürzesten Anreise der Saison wurde Öttl beim Großen Preis von Österreich in Spielberg Zweiter und holte das beste Ergebnis seiner Laufbahn, es war der zweite Podiumsplatz. Beim Heimrennen auf dem Sachsenring belegte er Platz Fünf.

Öttl sehr selbstkritisch

Öttl ist ehrgeizig und deshalb besonders selbstkritisch. Wenn es nicht läuft, wählt er klare Worte. "Katastrophal" sei er gefahren, sagte er im Vorjahr nach einem schlechten Rennen und sprach von einem "Komplett-Versagen".

Er sei ein "guter Testfahrer", aber "kein guter Rennfahrer".

Diesmal will er sich nicht ärgern und noch besser sein. Gut genug für die Moto2, dort würde er eine 600er statt einer 250er fahren. Auf welchem Rang die Saison ein Erfolg wäre, will Öttl nicht sagen. "Man kann mit dem zweiten WM-Platz auch unzufrieden sein."

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