Besonders von Ducati-Vorgänger Casey Stoner kann er sich dabei einiges abschauen. Der Italiener schilderte die Schwierigkeiten:
Phillip Island ist eine schwierige Strecke für mich und das Bike. Das Layout und auch das Wetter spielen eine große Rolle, der Wind beeinflusst jedes Training und das Rennen. Es ist auf diesem Kurs sehr schwierig schnell zu sein, wenn man es gerade muss.
Besonders Speed in der Kurvenmitte ist auf dem 4,448 Kilometer langen Kurs gefragt - und darin sieht Dovizioso seine größte Schwäche. "Es geht nicht um Aggressivität oder hartes Bremsen", weiß der Italiener und fügt hinzu:
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Die Charakteristik des Bikes lässt so viel Kurvenspeed nicht zu, aber auch mein Fahrstil ist nicht ideal, denn ich kann mein volles Potenzial am besten ausspielen, wenn ich hart bremsen muss. Das ist hier nicht der Fall
Als Fahrer werde er versuchen, sich in diesem Bereich stark zu verbessern. Das Bike sieht er nicht als Performance-Grenze an, es gebe durchaus noch Spielraum für Verbesserung.

Stoners Fahrstil in der Kurve "besonders"

Großes Vorbild aus Ducati-Sicht ist Lokalmatador Casey Stoner, der von 2007 bis 2010 siegreich war. Seither konnte die Marke auf der Strecke nicht mehr triumphieren. "Es geht nicht um die Daten oder das Bike, sein Fahrstil war einfach speziell", streicht Dovizioso hervor. "Er konnte das Bike im Rutschen um die Kurve bewegen, das hat er mit jedem Bike gemacht. Sein Fahrstil in den Kurven war besonders. "Das möchte sich der aktuell WM-Zweite abschauen. Denn:
Meine Herangehensweise im Vergleich zu den anderen ist, dass ich das Bike stärker verlangsame und dann im Ausgang beschleunige. Das funktioniert hier in den meisten Kurven aber nicht. Ich muss mich darin verbessern.
Dovizioso hofft, sogar um die Podestplätze kämpfen zu können. Der 13. Rang aus dem Vorjahr beunruhigt ihn nicht, obwohl Ducati die Gründe dafür noch immer nicht restlos klären konnte. "Im Vorjahr ist etwas passiert, was wir immer noch nicht ganz verstehen. Der Verbrauch war viel zu hoch, was ungewöhnlich war."

Dovizioso trotz WM-Verlust zuversichtlich: "Sind nahe dran"

Dennoch ist er zuversichtlich, denn in diesem Jahr fühle er sich insgesamt sehr stark. Obwohl er den Weltmeistertitel rechnerisch durch seinen Sturz in Japan endgültig verloren hat, zeigt er sich positiv gestimmt:
Wenn man immer um den Sieg fahren kann, auch wenn man nicht immer gewinnt, macht das einen großen Unterschied. Das ist mir in der MotoGP vorher noch nie gelungen.
Der 32-Jährige sieht sich fast auf Augenhöhe mit Marquez. "Ich bin hinter Marc in der besten Verfassung. Wir müssen uns zwar noch verbessern, aber wir sind sehr nahe dran. Das macht mich zuversichtlich." Deshalb möchte er dieses Rennwochenende als eine Art Test ansehen, um die Ducati im Turning für 2019 zu verbessern.
"Ich bin glücklich, dass wir dieses Rennen jetzt fahren. Seit Brünn konnten wir immer um den Sieg kämpfen, was bedeutet, dass wir unseren Speed steigern konnten", glaubt der Ducati-Pilot:
Das ist jetzt der beste Moment für diesen Test. Es wird wichtig sein, hier viel Feedback zu sammeln, damit wir mit klaren Ideen in den Winter gehen können.
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