Andrea Dovizioso verpasst direkte Qualifikation für Q2 am Sachsenring

Das 3. Freie Training für den Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring wurde wieder zu einer Generalprobe für das Qualifying. Alle Fahrer gingen auf Zeitenjagd, um sich einen Platz für Q2 in den Top 10 zu sichern. Suzuki-Werksfahrer Andrea Iannone bestätigte seine Stärke über eine fliegende Runde und stellte mit 1:20.438 Minuten die Bestzeit auf. Andrea Dovizioso verpasste das Q3 vorerst.

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Stark präsentierte sich Danilo Petrucci mit der Pramac-Ducati. Der Italiener zeigte mehrere schnelle Zeiten und verpasste die Iannone-Bestzeit nur um 0,099 Sekunden. Als Dritter sortierte sich Cal Crutchlow (LCR-Honda) ein. Bester Yamaha-Vertreter war Valentino Rossi auf Platz vier. Der Italiener hatte 0,281 Sekunden Rückstand. Somit waren vier Marken auf den ersten vier Positionen zu finden.
Topfavorit Marc Marquez fehlten knapp drei Zehntelsekunden auf die Spitze. Allerdings musste er eine fliegende Runde abbrechen, weil er auf Aleix Espargaro (Aprilia) in Kurve zwölf auflief. Marquez klassierte sich als Sechster. Vor der Zeitattacke arbeitete der WM-Führende als einziger Fahrer mit dem harten Vorderreifen und zeigte die beste Pace im Feld. Auch Crutchlow probierte deshalb diesen harten Vorderreifen aus.

Bautista überrascht

Für eine positive Überraschung sorgte Alvaro Bautista (Nieto-Ducati) als Fünfter. Der Spanier fährt um seine Zukunft und es wird immer unwahrscheinlicher, dass es für ihn im nächsten Jahr noch einen Platz in der MotoGP geben wird. Maverick Vinales (Yamaha), Jorge Lorenzo (Ducati), Alex Rins (Suzui) und Dani Pedrosa (Honda) komplettierten die Top 10 und sind direkt für Q2 qualifiziert.
Der große Verlierer des Trainings war Vizeweltmeister Dovizioso. 0,047 Sekunden fehlten dem Ducati-Werksfahrer auf die Pedrosa-Zeit. Als Elfter muss Dovizioso in Q1 antreten. Die Ducati-Fahrer probierten auch Longruns mit dem weichen Hinterreifen, während die meisten Fahrer hinten auf die mittlere Mischung setzten. Bereits gestern meinten Dovizioso und Lorenzo, dass der weiche Reifen eine Option für das Rennen sein könnte.

Bradl schneller als Lüthi

Bester Aprilia-Pilot war Aleix Espargaro als Zwölfter. Zunächst ärgerte sich der Spanier, weil ihn Rins und Xavier Simeon (Avintia-Ducati) in der Zielkurve behindert hatten. Rins und Simeon bogen an die Box. Später stand Espargaro Marquez im Weg. Viel zu spät bemerkte Espargaro, dass ein schneller Fahrer von hinten ankam. Eine Rückversetzung in der Startaufstellung droht.
Als 14. war Bradley Smith der beste KTM-Fahrer. Insgesamt waren die Zeitabstände wieder extrem eng, denn 16 Fahrer befanden sich in einer Sekunde. Stefan Bradl verbesserte sich zum Freitag um eine halbe Sekunde. Sein Rückstand auf die Spitze betrug 1,5 Sekunden. Damit landete der Deutsche an der 21. Stelle. Bradl war um knapp zwei Zehntelsekunden schneller als sein Marc-VDS-Honda-Teamkollege Tom Lüthi. Der Schweizer belegte Platz 22.
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