Ducati-Pilot Jack Miller schob sich bis auf eine Zehntelsekunde heran, was am Ende für den dritten Startplatz reichte.
Zum Start der entscheidenden Qualifyingsession war die Strecke halbnass und halbtrocken. Viele Fahrer drehten zunächst eine Sichtungsrunde auf Regenreifen, gingen dann aber zurück an die Box, um auf Slicks zu wechseln. Franco Morbidelli und Valentino Rossi entschieden sich direkt für die Trockenreifen.
Miller kam bei den Mischbedingungen auf Anhieb gut zurecht und setzte sich für den Anfang mit großem Abstand an die Spitze. Doch auch die Konkurrenz fand mit jeder gefahrenen Runde besser in den Rhythmus, vor allem die beiden Honda-Piloten Pol Espargaro und Marc Marquez präsentierten sich stark.
Motorrad
OP bei Quartararo: Heimrennen in Gefahr?
03/05/2021 AM 21:03
Auf seiner sechsten Runde eroberte Marquez mit einer neuen Bestzeit an die Spitze und schien sich damit seine erste Pole seit Motegi 2019 gesichert zu haben, denn in den Schlussminuten begann es hier und da wieder zu tröpfeln. Doch das hinderte einige Fahrer nicht daran, im letzten Umlauf noch einmal richtig aufzudrehen.
Schließlich gelang Quartararo der Hattrick: Nach den Poles in Portimao und Jerez sicherte er sich auch auf seiner Heimstrecke Startplatz eins. Von Teamkollege Vinales trennten ihn am Ende nur 81 Tausendstel. Miller kämpfte sich noch auf Platz drei vor.

Polesetter geht auf Risiko: Sturz oder Reihe eins

"Es fühlt sich beeindruckend an. Vor dem Qualifying war ich richtig nervös, weil es das erste Mal mit dem Medium-Regenreifen war. Ich wusste, dass es schwierig wird. Doch bei der ersten Runde erkannte ich, dass der Kurs trocken ist. Ich kam sofort wieder in die Box. Wir hatten eine Strategie, was zu tun ist", erklärt der Polesetter.
"Bei der letzten Runde, wusste ich, was zu tun ist. Entweder ich stürze oder ich fahre in die erste Reihe", fuhr Quartararo auf Risiko. "Im letzten Sektor ging ich ans Limit. Ich wusste nicht, dass ich die Poleposition habe. Es ist sehr schön, zum zweiten Mal in Folge die Pole bei meinem Heim-Grand-Prix geholt zu haben."
Auch Vinales zeigt sich erleichtert: "Ich bin sehr froh, bei diesen schwierigen Bedingungen in der ersten Reihe zu stehen. Normalerweise ist unser Motorrad immer ziemlich schwierig. Doch hier stehen wir in der ersten Reihe. Fabio steht auf der Pole. Ich freue mich auf morgen und bin aufgeregt. Mal sehen, wie das Wetter wird."
Miller gibt zu: "Als es regnete, dachte ich, dass es gelaufen ist. Doch dann erkannte ich, dass wir noch genug Zeit haben. Es war nur ein kurzer Regenschauer. In der ersten Runde danach verlor ich komplett die Front. Es war sehr beängstigend."
"Mir fehlte das Vertrauen, doch ich wollte einfach eine ordentliche Runde zusammenbringen. Schlussendlich schafften wir es, hier zu sein." Der Ducati-Pilot steht zum zweiten Mal in dieser Saison in der ersten Reihe. In Jerez gewann er von Startplatz drei.
Morbidelli sorgte als Vierter für die vierte Yamaha in den Top 4. Er teilt sich die zweite Startreihe mit Pramac-Pilot Johann Zarco und Marquez, der am Ende bis auf Platz sechs durchgereicht wurde. Seine Honda-Kollegen Takaaki Nakagami und Espargaro belegten die Plätze sieben und acht. Ihnen fehlte eine halbe Sekunde nach vorn.
Rossi hatte wiederum acht Zehntel Rückstand: Das bedeutete Rang neun für den "Doctor". KTM-Pilot Miguel Oliveira stürzte spät und kam deshalb nicht über Platz zehn hinaus. Lorenzo Savadori und Luca Marini schlossen Q2 als Elfter und Zwölfter ab.

Erster Qualifying-Abschnitt noch auf Regenreifen

Beide hatten sich zuvor erfolgreich durch Q1 eine Runde weiter gekämpft. Im ersten Quali-Abschnitt wagte noch kein Fahrer den Wechsel auf Slicks. Nach einem Schauer im vierten Freien Training war die Strecke teilweise sichtbar nass, auch wenn sich die Sonne zeigte und der Asphalt immer mehr trockene Stellen bekam.
Savadori, der sich am Vormittag auf feuchter Strecke noch mit einem zweiten Platz in Szene gesetzt hatte, stürzte mit seiner Aprilia gleich zu Beginn von Q1. Im zweiten Versuch schob sich der Italiener dann mit einer Zeit von 1:42.550 Minuten an die Spitze und zog zum ersten Mal seit seinem MotoGP-Debüt in Q2 ein.
Sein Teamkollege Aleix Espargaro lag kurz zuvor noch in Führung, freute sich aber zu früh und brach seine letzte fliegende Runde ab. Das rächte sich, denn nicht nur Savadori, sondern auch Marini zog an ihm vorbei. Damit fiel Espargaro auf Platz drei zurück, während MotoGP-Rookie Marini eine Runde weiterkam.
Enttäuschend verlief das Qualifying für die beiden Suzuki-Piloten Joan Mir und Alex Rins, die in Q1 nicht über die Plätze vier und fünf hinauskamen. Damit werden sie das morgige Rennen von den Startplätzen 14 und 15 antreten müssen.
WM-Leader Francesco Bagnaia reiht sich dann als Sechzehnter dahinter ein. Ihm fehlte fast eine Sekunde auf die Q1-Bestzeit von Savadori. Es ist das erste Mal in dieser MotoGP-Saison, dass der Ducati-Pilot am Einzug in Q2 gescheitert ist.
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