Am Vormittag umrundete Maverick Vinales (Yamaha) den Kurs in Silverstone in 2:02.073 Minuten. Diese Zeit blieb bestehen, bis die Akteure in den finalen Minuten mit frischen Reifen attackierten. Davor war es Marc Marquez (Honda), der die Session mit einer 2:02.228er-Runde anführte. Wenig später fuhr Andrea Dovizioso (Ducati) die exakt gleiche Rundenzeit.
Valentino Rossi (Yamaha) unterbot später die Zeit von Marquez und Dovizioso um einige Hundertstelsekunden und schob sich mit einer 2:02.152er-Runde an die Spitze, bevor die Schlussattacke begann. Rossi fuhr diese Zeit mit dem harten Hinterreifen und deutete damit an, dass das Renntempo gut ist.

Crutchlow verpasst Bestzeit knapp

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Doch mit frischen Reifen purzelten die Zeiten deutlich. Dovizioso übernahm mit einer 2:01.385er-Runde klar die Führung. Wenig später scheiterte Lokalmatador Cal Crutchlow (LCR-Honda) um 0,005 Sekunden an Doviziosos Zeit. FP1-Spitzenreiter Vinales gelang keine perfekte Runde. Der Spanier fing auf der Start/Ziel-Geraden einen heftigen Wackler ab und ruinierte damit Danilo Petruccis (Pramac-Ducati) finale Runde. Als Marquez beim finalen Versuch einen Fehler machte, war klar, dass Doviziosos Zeit nicht mehr gefährdet wird.
Crutchlow behauptete sich auf Position zwei, gefolgt von Vinales und Marquez. Die Top 4 lagen am Freitag innerhalb von lediglich 0,144 Sekunden. Spielberg-Sieger Jorge Lorenzo (Ducati) rundete die Top 5 ab. Erst beim finalen Angriff schaffte es der Spanier, sich deutlich zu verbessern. Lange Zeit lag Lorenzo außerhalb der Top 10.
Ducati-Markenkollege Jack Miller (Pramac) fuhr eine starke Session und beendete den ersten Trainingstag auf Position sechs. Damit entschied er das teaminterne Duell gegen Danilo Petrucci deutlich. Doch Petrucci, der Zwölfter wurde, konnte keine freie Runde fahren, weil ihm Vinales in Kurve 1 im Weg stand.
Johann Zarco (Tech-3-Yamaha) war am Freitag zweitbester Yamaha-Pilot und verwies Rossi auf die achte Position. Vor dem finalen Angriff führte Rossi die Wertung noch an, konnte sich mit frischen Reifen aber nicht weiter verbessern und rutschte deshalb weit zurück. Suzuki-Pilot Andrea Iannone und Ducati-Pilot Alvaro Bautista komplettierten am Freitag die Top 10.

Probleme bei Pedrosa

Honda-Werkspilot Dani Pedrosa kam bei den frischen Bedingungen nicht zurecht. Der Spanier beendete den Freitag nur auf Position 15 und würde im Q1 auf Danilo Petrucci, Aleix Espargaro (Aprilia) und Tito Rabat (Avintia) treffen, sollte es im FP3 keine Zeitenverbesserungen geben. Rabat lag zwischenzeitlich in den Top 5. Er nutzte Marquez als Zugpferd, stürzte aber wenig später.
Lokalmatador Bradley Smith konnte seine FP1-Leistung nicht bestätigen und rutschte im FP2 auf die 17. Position ab. KTM-Ersatzpilot Loris Baz zeigte eine solide Leistung und kam im FP2 bis auf 3,3 Sekunden an die Spitze heran. Damit war er sogar schneller als Stammpilot Xavier Simeon (Avintia). Tom Lüthi wurde am Freitag auf der 21. Position gewertet.
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