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Márquez rast zur Pole, auch Rossi in Reihe eins

Márquez rast zur Pole, auch Rossi in Reihe eins

25/08/2019 um 10:22Aktualisiert 25/08/2019 um 12:17

Weltmeister Marc Márquez hat sich die Pole Position für den Grand Prix von Großbritannien gesichert. Der Honda-Fahrer umrundete den Traditionskurs in Silverstone in neuer Rekordzeit von 1:58.168 Minuten und war damit um 0,428 Sekunden schneller als Valentino Rossi (Yamaha). Die erste Startreihe komplettierte Jack Miller (Pramac-Ducati) als Dritter.

Die Entscheidung fiel in der letzten fliegenden Runde. Márquez hängte sich an Rossi und ließ sich von der Yamaha um die Strecke ziehen. Also Rossi über die Ziellinie kam, katapultierte er sich vom zwölften auf den ersten Platz. Aber Márquez war doch noch schneller. Zum achten Mal in der MotoGP-Saison 2019 und zum vierten Mal hintereinander startet Márquez vom besten Startplatz.

"Mit dem ersten Reifen", sagt Márquez, "hatte ich ein gutes Gefühl und mir ist in Alleinfahrt eine gute Runde gelungen. Mit dem zweiten Reifen kam ich in dichten Verkehr. Trotzdem habe ich attackiert und in der letzten Runde ist mir noch eine richtig gute Zeit gelungen. Valentino lag direkt vor mir. Klar hat der Windschatten ein bisschen geholfen. Vor allem aber war die Strategie richtig gut." Es war die 60. Pole in seinem 120. MotoGP-Rennen.

Rossi zuversichtlich

Rossi wird in diesem Jahr erst zum zweiten Mal aus der ersten Startreihe losfahren. Auch in Austin hatte er sich als Zweiter qualifiziert. "Ich bin sehr zufrieden. Am Schluss lag ich vorne in der Gruppe und musste die schwere Arbeit machen", lacht Rossi als er auf die Situation mit Márquez angesprochen wird. " Das Motorrad funktioniert hier aber gut und ich habe die Runde sehr genossen."

Miller profitierte am Ende ebenfalls, denn er fuhr seine schnellste Runde hinter Rossi und Márquez. "Natürlich hat es geholfen, direkt hinter Marc zu fahren", sagt der Australier. "Ganz fehlerfrei war meine Runde aber nicht. In Kurve 4 bin ich etwas weit gegangen und auch der dritte Sektor war nicht perfekt, denn der Wind war am Nachmittag etwas stärker als am Morgen. Trotzdem ist es am Ende noch ganz gut ausgegangen."

Quartararo nicht in der ersten Startreihe

Der "Verlierer" von Q2 war Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha). Der Franzose hielt sehr lange Platz eins, aber er konnte sich mit seinem zweiten Versuch nicht mehr verbessern. Das lag auch daran, dass Quartararo nach seinem ersten Angriff wegen eines technischen Problems auf das zweite Motorrad wechseln musste. Schlussendlich wurde Quartararo auf den vierten Platz zurückgereicht

Suzuki-Speerspitze Alex Rins wird als Fünfter aus der Mitte der zweiten Startreihe angreifen. Diese komplettiert Maverick Vinales (Yamaha). Spielberg-Sieger Andrea Dovizioso musste so wie Rins schon in Q1 antreten. Schlussendlich wurde es für "Dovi" Startplatz sieben in der dritten Reihe. Daneben werden sich Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) und Cal Crutchlow (LCR-Honda) aufstellen.

Lokalmatador Crutchlow stürzte bei seinem finalen Angriff in Kurve 7 (Stowe). Er blieb dabei unverletzt, konnte aber nicht mehr weiterfahren. Die Plätze zehn bis zwölf in der vierten Startreihe gingen an Takaaki Nakagami (LCR-Honda), Danilo Petrucci (Ducati) und Aleix Espargaro (Aprilia).

Lorenzo nur schneller als Abraham

In Q1 setzten sich die beiden Favoriten durch. Dovizioso stellte mit 1:58.944 Minuten die Bestzeit auf. Rins folgte mit 0,246 Sekunden Rückstand als Zweiter (zum Q1-Ergebnis). Beide kamen somit ins Q2 weiter. Dahinter folgte mit Pol Espargaro, Johann Zarco und Miguel Oliveira die KTM-Fraktion auf den Plätzen drei bis fünf. Dieses Trio wird morgen in der fünften Startreihe ab Position 13 stehen.

Auf dem vorletzten Startplatz ist Jorge Lorenzo zu finden. Bei seinem Comeback will der Spanier kein Risiko eingehen, denn er hat immer noch Rückenschmerzen. 2,6 Sekunden fehlten dem Honda-Werksfahrer in Q1 auf die Dovizioso-Bestzeit. Nur Karel Abraham (Avintia-Ducati) war langsamer. Der Tscheche war in den Freien Trainings schon dreimal gestürzt und hat ein schwieriges Wochenende.

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