"Wir fahren nächstes Jahr Moto3", bestätigt Öttl. "Daran wird sich nichts ändern, egal wie es jetzt weiter läuft. Ich muss in der Moto3 gut sein."
In Spielberg zeigte der Deutsche ein starkes Rennen und wurde mit Rang zwei belohnt. Es war nach Rang drei in Indianapolis 2015 sein zweiter Podestplatz und das beste Ergebnis seiner Karriere.
Öttl debütierte 2012 beim Saisonfinale in Valencia mit einer Wildcard und holte auf Anhieb WM-Punkte. Seit 2013 ist er Fixstarter in der kleinen Klasse. Neben den beiden Podestplätzen hat er auch eine Pole Position (Austin 2016) sowie Startplatz zwei (Katar 2017) auf der Habenseite.
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In seinen bisherigen vier Jahren schaffte es Öttl in der WM-Endabrechnung nie in die Top 10. Deswegen ist der angedachte Wechsel in die Moto2 für 2018 vom Tisch.
Ich sage einmal, wenn man schlecht ist, braucht man nicht in die nächste Klasse aufsteigen, wo es noch schwieriger ist
Österreich hat gezeigt, dass sich der KTM-Pilot in der Spitzengruppe behaupten kann. Nun gilt es, diese Leistung in weiteren Rennen zu bestätigen. "In dieser Saison möchte ich noch einige Ziele erreichen, dann kann man weiterschauen", sagte Öttl. "Es ist vielleicht ein banales Ziel. Aber wenn ich nach der Saison sage, dass ich zufrieden bin, dann müssen die letzten paar Rennen wirklich gut sein. Zu den Ergebnissen kann man nichts sagen, denn es gibt nach jedem Rennen etwas auszusetzen."
Öttl zeigt sich sehr selbstkritisch:
Ich glaube, ich bin in fünf Jahren kein perfektes Rennen gefahren.
In der WM verbesserte sich Öttl auf den elften Platz. In der engumkämpften Moto3 spielen viele Faktoren für das Rennergebnis eine Rolle. Selbst wenn Öttl in vielen Rennen zu Beginn weiter hinten war, zeigte er regelmäßig die gleichen Rundenzeiten wie die Spitze.
Öttl möchte an seine bisherigen Leistungen anknüpfen:
Wir haben eine gute Konstanz und ich hoffe, dass nach meinem Podestplatz nicht fünf schlechte Rennen kommen. Wir haben uns ein gutes Level erarbeitet.
2018 werden die Karten dann neu gemischt. Wird Öttl ein WM-Kandidat sein?
"Eigentlich wollten wir schon in diesem Jahr um den Titel mitfahren. Luis Salom hat einmal zu mir gesagt: Der ganz gute Spanier schafft es in drei, der Durchschnittsspanier in fünf Jahren, und alles danach ist einfach nicht gut. Binder hats in sechs Jahren geschafft und Fenati fährt auch schon sein sechstes Jahr. Ich würde nicht danach rechnen, wie lange jemand in einer Klasse ist. Klar, wenn ewig nichts weitergeht. Aber ich habe meine Ziele für dieses Jahr, die ich auf jeden Fall erreichen will."
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