Von Startplatz acht verlor Öttl gleich in der ersten Runde ein paar Positionen und wurde auf Rang zehn zurückgereicht. Doch statt nach vorne, ging es in den ersten Runden nach hinten. Öttl fiel auf Platz 15 zurück und war in einer großen Gruppe involviert. Als 14. sammelte der Deutsche schließlich zwei WM-Punkte. Den Podestplatz aus dem Vorjahr konnte Öttl bei seinem zweiten Heimrennen nicht wiederholen.
Wildcard-Starter Max Kofler (KTM) aus Österreich lieferte sich am Ende des Feldes ein enges Duell mit Nakarin Atiratphuvapat (Honda). Schließlich kam Kofler als 29. und Letzter über die Ziellinie. "Es wäre ohne die Strafe sicher anders geworden", sagt der Österreicher. Wegen Missachtung der Track-Limits musste er einen Gegner vorbeilassen. "Zwei, drei Fehler im Rennen haben viel gekostet. Aber ich habe in der großen Gruppe gut reingehalten und viele coole Manöver gemacht. Ich denke, ich habe gezeigt, dass ich Motorradfahren kann."

Vierköpfige Spitzengruppe

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An der Spitze setzten sich die Top 4 schon in der Anfangsphase ab. Bezzecchi, Martin, Albert Arenas und Jaume Masia bildeten die Spitzengruppe. Martin war zwischen den drei KTM der einzige Honda-Fahrer. Bezzecchi behauptete lange die Führung und konnte sich teilweise um eine halbe Sekunde absetzen. Aber drei Runden vor Schluss griff Martin erstmals an und ging vorbei. Die dramatische Schlussphase bahnte sich an.
Auch das Leopard-Duo Bastianini und Lorenzo Dalla Porta fanden mit starken Runden wieder den Anschluss und mischten sich in die Kämpfe um die Podestplätze ein. Diese Duelle erlaubten es Bezzecchi, in der letzten Runde ein paar Zehntel Vorsprung herauszufahren, die zum Sieg reichten. "Ich hatte eine gute Pace und einen guten Rhythmus. Ich bin so schnell vom Start weggefahren wie ich konnte und konnte eine Lücke aufmachen", sagt Bezzecchi. "Dann habe ich mit meinem Rhythmus weitergemacht. Ein tolles Wochenende, ich war immer ganz vorne dabei."

Starke Aufholjagd von Bastianini

Starke letzte Runden fuhr Bastianini, dessen Aufholjagd noch mit dem zweiten Platz belohnt wurde: "Ich bin sehr zufrieden. Der Start war sicher nicht mein bester. Aber wir sind ein unglaubliches Rennen gefahren. Im ersten Teil musste ich hart pushen. Wann immer wenn man einen überholt, überholt der andere einen zurück. Dann haben wir sehr gepusht, um die Lücke zu schließen. In der letzten Runde war ich dran und sagte mir 'Push, push, push, vielleicht geht hier noch ein Podium!' Und so ist es auch gekommen."
In der letzten Runde fiel Martin phasenweise bis auf den vierten Platz zurück, aber der Spanier gab nicht auf und kämpfte sich zurück. In der letzten Kurve drückte er sich innen an Masia vorbei, der außen einen weiten Bogen über die asphaltierte Auslaufzone nehmen musste und dadurch noch hinter Arenas und Dalla Porta auf den sechsten Platz zurückfiel. Die Rennleitung untersuchte diese Situation, ob Martin Masia absichtlich neben die Strecke gedrückt hatte. Es gab aber keine Konsequenzen.
In der Weltmeisterschaft vergrößerte Bezzecchi seinen Vorsprung auf Martin auf zwölf Punkte. Dass Martin nur wenige Tage nach seiner Operation am linken Handgelenk auf das Podium fahren würde, damit hätte er selbst kaum gerechnet. "Es war ein emotionales Wochenende für mich", sagt Martin außer Atem im Parc Ferme. "Hier zu sein ist unglaublich." Brünn-Sieger Fabio di Giannantonio (Honda) wurde nur Elfter. Das nächste Moto3-Rennen findet am 26. August in Silverstone (Großbritannien) statt.

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