In seinem alten "Wohnzimmer" hat sich Johannes Rydzek mit dem besten Ergebnis seit zwei Jahren zurückgemeldet. Beim Weltcup im finnischen Lahti, wo Rydzek bei der WM vor vier Jahren sämtliche vier Kombinations-Titel gewonnen und damit Geschichte geschrieben hatte, schrammte Deutschlands Sportler des Jahres am Sonntag knapp am Podest vorbei. Mit Platz vier setzte der Allgäuer aber einen Monat vor der Heim-WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) als bester Deutscher ein Ausrufezeichen.
"Es hat wieder Spaß gemacht. Ich habe die Lunte in Sachen Podest gerochen und alles gegeben, letztlich hat es nicht ganz gereicht. Es war trotzdem cool", sagte der 29 Jahre alte Oberstdorfer im ZDF. Beim Sieg des Japaners Akito Watabe sorgten hinter Rydzek die Staffel-Olympiasieger Fabian Rießle (Breitnau) und Vinzenz Geiger (Oberstdorf) auf Platz fünf und sechs sowie Terence Weber (Geyer) als Zehnter für ein starkes deutsches Mannschafts-Ergebnis.
Dem seit langem mit Sprungproblemen kämpfenden Rydzek fehlten nur 3,8 Sekunden zum ersten Podest seit dem 2. Februar 2019 (3. in Klingenthal). "Das war wichtig für das ganze Team, dass der Johannes im Springen zurück in die Spur gefunden hat, darauf haben wir lange gewartet", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch.
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Watabe lag bei seinem ersten Saisonsieg 10,8 Sekunden vor Norwegens Topstar Jarl Magnus Riiber, der mit Platz zwei die Führung im Gesamtweltcup ausbaute. Mit seinem insgesamt 19. Weltcupsieg zog Watabe mit seinem Landsmann Kenji Ogiwara auf Platz zehn der "ewigen" Bestenliste gleich. Platz drei in Lahti ging durch Ryota Yamamoto (+25,1 Sekunden) ebenfalls an Japan.
Weltmeister Eric Frenzel (Geyer), 2017 in Lahti Staffel- und Teamsprint-Weltmeister, verzichtete nach einem verkorksten Springen (Platz 42) auf den Langlauf.
Am Samstag hatte das Duo Geiger/Rießle den Sieg im Teamsprint hauchdünn verpasst. Sie mussten sich im Zielsprint dem norwegischen Topduo mit Riiber und Jörgen Graabak geschlagen geben. Frenzel/Weber landete auf Platz vier.
Bitter verlief das Comeback für Olympiasieger Bernhard Gruber (Österreich). Der 38-Jährige, beim Teamsprint erstmals nach seiner Herz-OP vor zehn Monaten im Wettkampf angetreten, klagte danach über Probleme und wurde mit einer erneuten Herzkranzgefäßverengung ins Krankenhaus eingeliefert. Dort wurden dem Routinier zwei weitere Stents eingesetzt, nach Angaben seines Verbandes befinde sich Gruber in guter Verfassung.
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(SID)

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