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Der Nordischen Kombination droht Horror-Szenario: Ein Schicksalswinter für die Traditionssportart - Armbruster sauer
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Publiziert 27/11/2025 um 12:19 GMT+1 Uhr
Die Nordische Kombination steht vor einem Schicksalswinter. Vinzenz Geiger und Co. kämpfen gegen das Olympia-Aus, die Frauen um Gesamtweltcupsiegerin Nathalie Armbruster sind schon jetzt sauer. Schließlich dürfen die Damen bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo gar nicht erst starten. Eine endgültige Entscheidung will das IOC erst nach den Spielen treffen.
Armbruster exklusiv: "Frauen sind noch immer nicht gleichberechtigt"
Quelle: Eurosport
Vinzenz Geiger hat große Sorgen um seine Sportart, Nathalie Armbruster ist frustriert, die ersten Stars sind schon abgewandert: Für die Nordische Kombination beginnt am Freitag ein Schicksalswinter, an dessen Ende über die olympische Zukunft entschieden wird.
"Unser Sport steht unter Beobachtung", sagt Olympiasieger Geiger, der bis zur Entscheidung "viel Werbung" für die traditionsreiche NoKo machen will.
Denn es droht ein Horror-Szenario. Schon bei Olympia 2026 in Mailand wird die Kombination die einzige Sportart sein, bei der keine Frauen am Start sind. Armbruster, die wie Geiger in der vergangenen Saison den Gesamtweltcup holte, ist daher sauer.
"Es tut richtig, richtig weh", sagte die 19-Jährige zuletzt im exklusiven Eurosport-Interview: "Dass Frauen im 21. Jahrhundert noch immer nicht gleichberechtigt sind" sei "eine riesige Sauerei".
Nordische Kombination steht vor Olympia-Aus
Doch es könnte noch schlimmer kommen, denn die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) geforderte Gleichstellung der Geschlechter könnte für 2030 auch durch die Streichung der gesamten Sportart erreicht werden. Eine Entscheidung will das IOC erst nach den Winterspielen in Italien treffen - und vorher die Lage beobachten.
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Nathalie Armbruster gewann 2025/26 den Gesamtweltcup in der Nordischen Kombination
Fotocredit: Imago
"Das IOC schaut genau, wie hoch das Zuschauerinteresse sowohl live an den Strecken als auch im linearen Fernsehen und online ist", sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel im DOSB-Gespräch. Geiger hat dazu eine klare Meinung: "Ich bin verärgert über das IOC, weil es für mich nicht nachvollziehbar ist, dass diese Diskussion geführt wird."
Immerhin: Es gibt positive Signale. FIS-Präsident Johan Eliasch bezeichnete die Kombination unlängst als "Teil der DNA der FIS", er werde die Disziplin und ihre Athleten "weiterhin unterstützen - nicht nur mit Worten, sondern auch durch Taten, Investitionen und Fürsprache". Geiger sprach im Podcast "Ski happens" von einem "guten Zeichen".
Athletinnen wandern zum Skispringen ab
Die Kombination ist seit der Premiere 1924 immer bei Olympischen Spielen dabei. Nach Ansicht des IOC feierten zuletzt aber zu wenige Nationen Erfolge. Die FIS hält dagegen, dass die Zahlen bei den teilnehmenden Athletinnen und Nationen seit Jahren steigen.
Die ersten Auswirkungen gibt es aber schon: Die Norwegerin Gyda Westvold-Hansen, immerhin viermalige Weltmeisterin, tritt in dieser Saison bei den Spezialspringerinnen an, um sich den Traum von Olympia zu erfüllen.
Die WM-Dritte Lisa Hirner (Österreich) tut es ihr gleich. Geiger fürchtet den Verlust von weiteren Athletinnen: "Wenn man 16 oder 17 ist, fragt man sich vielleicht schon, ob man wirklich in der Kombination bleibt."
Geiger und Armbruster haben hohe Ambitionen
An den Ambitionen von Geiger und Armbruster ändert das nichts. Allerdings verpasst der 28-Jährige verletzt mindestens die ersten beiden Wochenenden.
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Vinzenz Geiger macht sich Gedanken um die Zukunft seiner Sportart
Fotocredit: Imago
Im Kampf um den Gesamtweltcup sei es "eigentlich unmöglich, das noch aufzuholen", sagt er. Immerhin: Sein größter Konkurrent Jarl Magnus Riiber (Norwegen) hat aufgehört.
Besser sieht es bei Armbruster aus, die erst eine Woche nach den Männern in die Weltcupsaison startet. Die dreimalige WM-Zweite hat seit dem Frühjahr endlich das Abitur in der Tasche - und nach dem vorläufigen Abschied von Westvold-Hansen ebenfalls eine starke Konkurrentin weniger.
Ein Vorteil, auf den Armbruster allerdings gerne verzichtet hätte.
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(SID)
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