Olympia 2022 - Nordische Kombination: Jarl Magnus Riiber verläuft sich in Führung liegend und verpasst Medaille

Jarl Magnus Riiber lag bei Olympia in Peking im Wettbewerb von der Großschanze lange auf Medaillenkurs. Dann bog der Norweger aber zu früh auf die Zielgerade ab und verschenkte Edelmetall. Zu seinem Missgeschick meinte Riiber bei Eurosport Norwegen: "Ich war komplett in meinen Gedanken versunken und habe über technische Dinge nachgedacht. Plötzlich sah ich auf und war auf dem Weg zum Ziel."

Riiber verläuft sich! Norweger verschenkt 40-Sekunden-Führung

Quelle: Eurosport

Allerdings gestand der Dominator der vergangenen Jahre nach seiner Corona-Infektion nicht voll auf der Höhe gewesen zu sein: "Ich habe mich heute nicht ganz wohl gefühlt. Der Körper ist Skilanglauf nicht gewohnt, zumindest nicht bei minus 20 Grad. Ich war fertig, obwohl es langsam ging. Ich fühlte mich schlecht und hätte vielleicht nicht starten sollen."
Riiber hatte die bisherigen Wettbewerbe ähnlich wie die Deutschen Terence Weber und Eric Frenzel in einem Quarantäne-Hotel erlebt. Erst für das Einzel stand der Norweger wieder zur Verfügung.
Im Hotel konnte Riiber nicht allzu gut für die olympischen Events trainieren.
"Ich habe versucht, mich als Vorbereitung im Zimmer mit einem kleinen Skateboard und Training zu motivieren, aber es war nicht optimal. Ich könnte vielleicht 15 bis 20 Sekunden auf der Schanze und 30 Sekunden für den Fehler abziehen, dann hat man vielleicht die olympische Medaille", meinte der 24-Jährige.
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Edelmann klagt Norweger an: "Hätte Riiber nicht starten lassen"

Quelle: Eurosport

Riiber macht sich Sorgen um Start im Team-Event

Nach dem missglückten Rennen, das er beim Sieg seines Teamkollegen Jörgen Graabak auf Platz acht beendete, sorgte sich Riiber dann auch um seine Fitness der nächsten Tage: "Ich werde sehen, ob ich den Tag heute überlebe. Nach allem, was ich weiß, könnte ich morgen ein bisschen krank sein. Wir werden sehen. Wenigstens haben wir einen guten Ersatz, falls es nicht klappen sollte."
Damit spielte der Norweger auf den letzten Wettkampf der nordischen Kombinierer an. Am Donnerstag steht das Team-Event von der Großschanze (ab 9:00 Uhr live bei Eurosport) an. Ob Riiber dann am Start ist, wird isch zeigen.
Der Auftritt des 24-Jährigen dürfte zudem die Diskussion befeuern, ob es wirklich eine gute Idee ist, frisch aus einer Corona-Infektion kommende Athleten in ein olympisches Rennen unter extremen Bedingungen und Belastungen wie in Peking zu schicken. Nach rund zehn Tagen in chinesischer Hotel-Quarantäne war Riiber, der zweifelsohne weltbeste Kombinierer, der in den vergangenen zwei Jahren teils grotesk überlegen agierte, ganz offensichtlich moralisch und körperlich nicht zu Höchstleistungen in der Lage.

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(mit SID)
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Drama um Riiber - Faißt verpasst Medaille im Schlusssprint knapp

Quelle: Eurosport

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