Weltcup in Oslo: Norwegisches Kombinierer-Duo um Jens Luras Oftebro disqualifiziert - Wieder der Anzug Schuld!

Mit Jens Luras Oftebro und Marte Leinan Lund sind beim Weltcup der Kombinierer in Oslo zwei Norweger aufgrund von irregulären Anzügen disqualifiziert worden. Ein unglückliches Bild angesichts des gegenwärtigen Manipulationsskandals um Norwegens Skispringer seit der Nordischen Ski-WM in Trondheim. Neben dem Duo wurden am Holmenkollen aber auch drei weitere Athleten aus dem Wettkampf genommen.

Jens Luras Oftebro bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim

Fotocredit: Getty Images

Der norwegische Skisport kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem in den vergangenen Tagen im Zuge des Anzugskandals fünf norwegische Skispringer suspendiert worden waren, haben nun die Kombinierer für Wirbel gesorgt.
Mit Jens Luras Oftebro bei den Herren und Marte Leinan Lund bei den Damen wurden zwei norwegische Athleten nach der Provisional Competition Round (PCR) am Holmenkollen disqualifiziert.
Als offizieller Grund wurde von der FIS ein Verstoß gegen die Anzugvorgaben angegeben. Oftebro und Lund waren allerdings nicht die einzigen Athleten, die disqualifiziert wurden. Den Deutschen Wendelin Thannheimer, den Österreicher Lukas Greiderer und den Finnen Otto Niittykoski ereilte am Freitag in Oslo das gleiche Schicksal.
Oftebro rauschte im Anschluss an den Wettkampf frustriert davon und verweigerte dem norwegischen Sender "NRK" ein Interview.

Norweger wegen Anzugskandal im FOkus

Der norwegische Kombinierer-Chef Ivar Stuan gab an, den genauen Grund für die Disqualifikation nicht zu kennen.
"Ich weiß nicht, was und warum das passiert ist", so Stuan, der versicherte, dass alle norwegischen Anzüge vor dem Wochenende geprüft und genehmigt worden waren: "Der gleiche Anzug wurde heute benutzt, er wird gecheckt und plötzlich ist es eine Disqualifikation. Verstehe das, wer will."
Der norwegische Sport befindet sich derzeit in einer Ausnahmesituation. Neben dem Skandal um die manipulierten Anzüge der Skispringer Marius Lindvik und Johann André Forfang, infolgedessen bereits fünf Athleten und mehrere Offizielle suspendiert wurden, befindet sich auch die Nordische Kombination unter dem Brennglas der FIS.
Der Grund: eine nicht regelkonforme Bindung bei Jörgen Graabak. Der Sprung des Norwegers war im WM-Team-Wettbewerb der Kombinierer annulliert worden.

FIS-Ethikkommision auf dem Plan

Die Folgen sind bekannt: Norwegen ging nicht von Platz eins aus in die Loipe, sondern von Rang fünf - was am Ende gerade so für Bronze reichte.
Das Theater nach dem Wettkampf veranlasste den Weltverband FIS, den Fall an die hauseigene Ethik-Kommission zu geben.
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Quelle: Eurosport


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