Nordische Ski-WM: Jarl Magnus Riiber gewinnt Gold im letzten WM-Rennen - Vinzenz Geiger gewinnt Bronzemedaille
Update 08/03/2025 um 16:07 GMT+1 Uhr
Kombinierer Jarl Magnus Riiber hat im letzten WM-Rennen seiner Karriere die Goldmedaille geholt. Der Norweger triumphierte bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Trondheim über die zehn Kilometer Langlauf. Riiber war nach dem Springen mit 1:15 Minuten Vorsprung in die Loipe gegangen. Hinter ihm sicherte sich sein Landsmann Jörgen Graabak Silber, DSV-Athlet Vinzenz Geiger holte Bronze.
Riiber triumphiert im letzten WM-Rennen - Bronze für Geiger
Quelle: Eurosport
Im Hexenkessel von Trondheim legte Vinzenz Geiger alles in einen letzten furiosen Sprint, rettete im Norweger-Sandwich Bronze und umarmte dann im Ziel den fast vor Glück platzenden Erzrivalen Jarl Magnus Riiber: Deutschlands bester Kombinierer hat seine herausragende WM in Trondheim mit seiner vierten Medaille vollendet. Bei der letzten großen Show von Norwegens nun elfmaligem Weltmeister Riiber durfte Geiger einen Tag nach dem Gold mit dem DSV-Team erneut feiern.
"Vier Starts, vier Medaillen - das ist verrückt. So eine tolle WM!", sagte Geiger, während 20.000 Norweger ihren Kombi-König Riiber für eine Machtdemonstration sondergleichen und seinen dritten Titel bei der Heim-WM feierten: "Wenn man so gut ist wie der Riiber, dann hat man sich das verdient." Zwischen dem Norweger und den Deutschen waren in Trondheim einige Giftpfeile geflogen.
Olympiasieger Geiger stürmte im tiefen Schnee noch von Platz neun nach dem Springen nach vorne. "Es war ein ekliger Langlauf. Ich wusste, dass es noch eine kleine Chance auf eine Medaille gibt, die habe ich genutzt", sagte der 27-Jährige.
Kulm
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Im Zielsprint um die Medaillen weit hinter Riiber, der mit 1:10 Minuten Vorsprung siegte, hielt "Vinz" zwar Norwegens Lauf-Ass Jens Luraas Oftebro hinter sich. Silber schnappte dem Deutschen aber ausgerechnet Jörgen Graabak weg - die Sprung-Disqualifikation des Routiniers hatte Norwegen am Freitag alle Chancen auf Gold gekostet und Deutschland die Titel-Tür geöffnet.
Geiger überragt auf Langauf-Strecke
Wie am Freitag beim unerwarteten Team-Triumph waren vier Oberstdorfer für Deutschland an den Start gegangen. Doch nach dem Springen bei schwierigen Windbedingungen lag der "Allgäu-Express" mit Ausnahme von Julian Schmid, der letztlich Sechster wurde, doch recht deutlich hinter seinem Fahrplan zurück. "So wird es schwer", unkte Geiger vor dem Langlauf - doch er wuchs über sich hinaus.
Auch ohne Einzeltitel ist Geigers WM-Bilanz derweil großartig: Gold mit dem Team, Silber im Mixed, Bronze in beiden Einzelwettbewerben. Nach Riibers Abschied zum Saisonende könnte Geiger der neue starke Mann der Kombination werden.
Riiber feiert Traum-Abschied
Für Riiber war es derweil der erhoffte Bilderbuch-Abschied. "Ich könnte mir kein besseres Karriereende wünschen, dafür habe ich so viel geopfert", sagte der Rekordweltmeister, der danach Freundin Sunna und die Kinder Ronja und Birk in die Arme schloss: "Dass sie jetzt hier sein können, ist so wunderbar." Seine ersten beiden Trondheim-Titel am Auftaktwochenende hatte er noch alleine feiern müssen.
Nun geht der Ausnahmeathlet in die Frührente, mit 27 Jahren. Riiber leidet unter Morbus Crohn, einer tückischen Darmkrankheit, die es ihm zur immer größeren Qual machte, in Topform zu kommen. Ein letztes Mal habe er das noch einmal machen wollen. alles für Trondheim.
Alles hat er gewonnen, nur Olympia-Gold fehlt. Auf einen letzten Anlauf im kommenden Jahr verzichtet er ganz bewusst, jetzt soll sich alles um die Familie drehen: "Der Olympiasieg ist jetzt nicht mehr wichtig."
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(mit SID)
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Geiger macht kurzen Prozess: DSV-Staffel krönt sich in Trondheim
Quelle: Eurosport
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