Rydzek feiert Abschied mit Aufholjagd und Sekt

Der siebenmalige Kombinations-Weltmeister Johannes Rydzek hat sich mit einer seiner berühmten Aufholjagden in den sportlichen Ruhestand verabschiedet. In seinem letzten Wettkampf am legendären Holmenkollen in Oslo stürmte der Oberstdorfer nach Platz 14 im Springen noch auf Platz acht und war damit beim Sieg des Österreichers Johannes Lamparter bester Deutscher. Zum 48...

Das war's: Johannes Rydzek beim letzten Wettkampf

Fotocredit: SID

« ...Einzel-Podest reichte es für den 18-maligen Weltcupsieger nicht mehr. »
"Zwischendurch lief mir Gänsehaut den Rücken hinunter, es war sehr ergreifend", sagte der 34 Jahre alte Doppel-Olympiasieger in der ARD: "Es macht immer noch Spaß. Aber ich bin mir sicher, dass das der richtige Zeitpunkt ist, um das für immer positiv in Erinnerung zu behalten."
Rydzek, der beim Springen am Mittag von seiner Schwester Coletta abgewunken worden war, wurde im Ziel von den deutschen Kombiniererinnen empfangen und stieß auf seinen Abschied mit etwas Sekt an. Danach feierte er mit drei anderen zurücktretenden Kombinations-Promis - Akito Watabe (Japan), Espen Andersen (Norwegen) und Alessandro Pittin (Italien) - das gemeinsame Finale.
Am Holmenkollen hatte Rydzek 2011 ein Jahr nach seiner Olympia-Premiere sein WM-Debüt gegeben und die ersten drei seiner seiner 14 Weltmeisterschafts-Medaillen gewonnen. Den Höhepunkt seiner Karriere erlebte Rydzek ebenfalls bei einer WM: 2017 in Lahti holte er viermal Gold in vier Rennen und wurde am Jahresende zu Deutschlands Sportler des Jahres gewählt.
Lamparter, der den Gesamtweltcup bereits sicher hatte, feierte seinen fünften Saisonsieg. Zweiter wurde der viermalige Olympiasieger Jens Luraas Oftebro vor seinem Bruder Einar.
Für Vinzenz Geiger endete eine sehr wechselhafte Saison vorzeitig, der zweimalige Olympiasieger trat nach Platz 24 im Springen nicht mehr zum Langlauf an. Der Weltcup-Titelverteidiger hatte den Saisonstart verletzt verpasst, war dann aber stark zurückgekehrt und hatte zwei Siege gefeiert. Mit Beginn der Olympischen Spiele fehlte dann aber auffallend die Form.
(SID)
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