Nordische Ski-WM - Manipulationsvorwürfe gegen Norwegen nach Disqualifikation von Jörgen Graabak: "Nicht in Ordnung"

Bittere Pille für Norwegen bei der WM: Im Team-Wettbewerb der Nordischen Kombinierer wurde Jörgen Graabak wegen einer unerlaubten Bindung im Springen disqualifiziert. Die Konsequenz: Der Sprung des 33-Jährigen wurde annulliert, Norwegen startete statt von Platz eins von Platz fünf und mit 1:42 Minuten Rückstand ins Langlauf-Rennen. FIS-Sportdirektor Lasse Ottesen erklärte anschließend den Grund.

"Bindung manipuliert": FIS-Direktor Ottesen erklärt Causa Graabak

Quelle: Eurosport

"Unglücklicherweise für Norwegen, für Jörgen, für den Sport waren die Bindungen nicht innerhalb der Regularien", sagte der Norweger am Eurosport-Mikrofon.
"Das bedeutet: Irgendjemand hat diese Bindung manipuliert", fuhr er fort. "Das ist nicht in Ordnung. Die Bindung muss symmetrisch sein. Das war nicht der Fall."
Beim norwegischen Sender "NRK" ging Ottesen sogar noch weiter. Auf die Frage, ob Norwegen versucht habe zu betrügen, da das Wort "manipuliert" verwendet werde, antwortete er:
"Wir spekulieren nicht über das Warum, Was und Wie. Wir befolgen die Regeln. Unsere Inspektoren machen das professionell. Sie arbeiten seit vielen, vielen Jahren für uns. Und sie befolgen die Regeln. Diese Fälle sind sehr traurig, wir wollen niemanden entmutigen."
Die Hersteller der Bindungen seien "sich dessen auch sehr bewusst. Sie dürfen keine Bindung herstellen, die nicht unseren Regeln entspricht", führte Ottesen weiter aus und öffnete damit die Tür für Spekulationen. "Deshalb können wir ganz einfach und klar sagen: Das ist nicht von einem Hersteller. In diesem Fall entspricht die Bindung nicht den Vorschriften, und jemand hat etwas an der Bindung gemacht, um sie zu dem zu machen, was sie heute ist."

Norwegen-Trainer wütet: "Überhaupt nicht verstanden"

Der norwegische Trainer Ivar Stuan äußerte sich verärgert über die Entscheidung der Renndirektoren: "Wir haben das überhaupt nicht verstanden." Der Verband des Gastgeberlandes hatte Einspruch eingelegt, dieser war allerdings erfolglos geblieben.
"Es ist furchtbar traurig für die Nordische Kombination, vor allem, weil es hier um Millimeterangaben bei etwas geht, das es schon immer gab. Eine Sprungbindung ist dazu da, die Sprungschuhe auf den Sprungskiern zu halten", so der 66-Jährige weiter.
Graabaks Teamkollege Jarl Magnus Riiber gab indes einen kleinen Einblick in das Seelenleben des Disqualifizierten: "Jörgen ist stinksauer. Er ist erst einmal in den Wald gegangen. Er tut mir sehr leid."
Das norwegische Pech war indes Glück für das DSV-Quartett. Die Staffel um Johannes Rydzek, Wendelin Thannheimer, Julian Schmid und Schlussläufer Vinzenz Geiger holte Gold vor Österreich und den Norwegern.
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"Wir nehmen den Kampf an": Rydzek macht Norwegen klare Ansage

Quelle: Eurosport


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