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European Championships: Der Erfolg der Multi-EM befeuert die Diskussion um Olympia in Deutschland
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Publiziert 21/08/2022 um 14:33 GMT+2 Uhr
"Wir haben wieder ein Sommermärchen geschaffen", sagte OK-Chefin Marion Schöne. 1,2 Millionen Besucher, 200.000 mehr als erwartet, nahmen an den European Championships teil, knapp 400.000 Zuschauer hatten bei dem 130 Millionen Euro teuren Event auch Eintritt bezahlt. Und damit zu einem Volkssportfest, das Schöne als einen "Meilenstein auf dem Weg zu weiteren Großveranstaltungen" bezeichnet.
Die olympischen Ringe vor dem Olympiastadion in München
Fotocredit: Getty Images
Am letzten Tag schien nach zwei Tagen heftigen Regens wieder die Sonne am Himmel über München, und so passte auch das Wetter bestens zur Stimmung, die die European Championships erzeugt haben. "Es war einfach großartig", betonte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wählte gleich mehrfach das Wort "grandios".
Die, um die es ging, sahen das ebenso. Karla Borger, Beachvolleyballerin und Präsidentin des Vereins Athleten Deutschland, bezeichnete die Multi-EM als "ein emotional großes Highlight". Turnerin Kim Bui schilderte erkennbar bewegt von einer "sensationell tollen Veranstaltung". Und 5000-m-Europameisterin Konstanze Klosterhalfen schwärmte, welch' "Begeisterung für den Sport" sie erlebt habe.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat damit nun wuchtiger und schneller als womöglich beabsichtigt eine Debatte über eine deutsche Bewerbung um Olympische Spiele an der Backe. Präsident Thomas Weikert sollte schon in den Tagen von München fast permanent erklären, wie er es angesichts des überwältigenden Erfolgs dieser Multi-EM nun mit dem größten aller Multi-Sportfeste hält.
Weikerts Antwort dazu war und ist ein kräftiges: "Ja, aber". Ja, weil er sich Olympische und Paralympische Spiele wünscht in Deutschland. Aber, weil es zunächst gelingen muss, "die Mehrheit der Bevölkerung von der Sinnhaftigkeit eines solchen Großevents zu überzeugen", wie der DOSB-Vorstandsvorsitzende Torsten Burmester der Berliner Morgenpost sagte. Man müsse analysieren, was die Begeisterung in München ausgelöst habe.
"Mini-Olympia" ist freilich nicht Olympia. "Ich habe das Gefühl, dass es in Deutschland Vorbehalte gegen Olympia gibt", sagte der Schweizer Marc Jörg, einer der beiden Erfinder der European Championships, dem SID. Ihm geht es darum, "ein Event zu kreieren", das auf eine Stadt, ihre Menschen zugeschnitten ist. Die totale Kontrolle wie das IOC will er nicht ausüben: "Wir regulieren so viel wie nötig und so wenig wie möglich."
In München hat der Erfolg von Jörgs Idee Gedanken an Olympia befeuert. Die mehrfache Paralympics-Siegerin und DOSB-"Vize" Verena Bentele sagte, sie sei "froh, dass wir in den European Championships eine Referenzveranstaltung haben, um zu zeigen: Wir haben es drauf." Herrmann sagte: "Es wird höchste Zeit, dass wieder Winter- oder Sommerspiele" in Deutschland stattfinden.
Aber ob der Wille und ein gutes Konzept reichen, um das IOC zu ermutigen, Deutschland als Gastgeber zu gewinnen? Stand jetzt: wohl nicht. Die Sommerspiele sind eh bis 2032 vergeben, vor 2040 würde es wohl nichts werden. Mit den vergangenen sieben (!) Bemühungen um die Austragung Olympischer Spiele von 1992 (Berchtesgaden) bis 2024 (Hamburg) ist Deutschland gescheitert.
Olympiapark-Chefin Schöne sagte, das Konzept für Winterspiele 2022 in München und Partnerregionen "liegt noch in der Schublade". Sie schränkte freilich ein: "Wir müssen schauen, was machbar ist." Vor allem mit dem IOC.
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(SID)
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‘Games wide open’ – The Paris 2024 Olympic Games are just two years away…
Quelle: Eurosport
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