Eurosport
IOC hebt Sanktionen gegen Belarus auf: Athleten dürfen wieder unter eigener Flagge starten - Russland bleibt gesperrt
Von
Publiziert 07/05/2026 um 17:34 GMT+2 Uhr
Das Internationale Olympische Komitee hat die Sanktionen gegen Athletinnen und Athleten aus Belarus aufgehoben. Das teilte das IOC nach einer Sitzung der Exekutive unter der Führung von Präsidentin Kirsty Coventry am Donnerstag mit. Sportler aus Belarus dürfen damit in internationalen Wettkämpfen wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne starten, auch Mannschaften sind wieder zugelassen.
Sportlerinnen und Sportler aus Weißrussland dürfen wieder unter eigener Flagge an internationalen Wettkämpfen teilnehmen
Fotocredit: Getty Images
Russland bleibt dagegen vorerst ausgeschlossen. Beide Nationen waren seit dem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 weitestgehend aus dem Weltsport verbannt worden. Nur Einzelathleten, die den Krieg nicht aktiv unterstützen, durften unter neutralem Status starten. Diese Empfehlung an die Weltverbände nahm das IOC nun zumindest für Belarus zurück.
"Angesichts der zunehmend komplexen Realitäten und Folgen des aktuellen geopolitischen Kontextes, einschließlich der steigenden Zahl von Kriegen und Konflikten, und der wachsenden globalen Instabilität muss das IOC seiner Mission gerecht werden, eine wertebasierte und wahrhaft globale Sportplattform zu erhalten, die der Welt Hoffnung gibt", hieß es in der Begründung.
Der Deutsche Olympische Sportbund nahm die Entscheidung "zur Kenntnis", wie der DOSB auf SID-Anfrage mitteilte. In einer Sitzung am Freitag und Samstag will sich das Präsidium mit dem Beschluss des IOC befassen.
Russland bleibt daher nicht wegen des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs außen vor. Das IOC hatte das Nationale Olympische Komitee (ROC) im Herbst 2023 suspendiert, nachdem das ROC vier von Russland annektierte Gebiete aufgenommen hatte. Trotz "konstruktiven Gesprächen" sei eine Lockerung der Sanktionen daher noch nicht möglich, die Rechtskommission des IOC prüfe den Fall weiter.
Coventry: "Sauberstes und fairstes Umfeld" sicherstellen
Zudem habe die Exekutive "mit Besorgnis die jüngsten Informationen zur Kenntnis genommen, welche die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) veranlasst haben, das russische Anti-Doping-System zu untersuchen". Das Komitee wolle sich "ein besseres Bild der Situation" verschaffen.
"Wir wissen nicht, wie lange dieser Vorgang dauern wird. Doch Sie wissen auch, dass ich im Jahr 2016 selbst noch als Athletin aktiv war. Daher ist es für mich von größter Bedeutung, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um sicherzustellen, dass das Wettkampfumfeld - wann immer Athleten in den Wettbewerb zurückkehren - das sauberste und fairste Umfeld ist, das wir bieten können", sagte Coventry.
Das könnte Dich auch interessieren: Vier Millionen Tickets für Los Angeles 2028 verkauft
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/03/18/image-a7858e9e-1e2d-43b3-b497-722c2ef34b6d-85-2560-1440.png)
IOC-Präsident Coventry besucht Olympisches Dorf
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung