Tokio 2020: Olympia-Organisatoren wollen Kosten senken

Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio wollen die Kosten für das in 2021 verlegte Event um rund 240 Millionen Euro senken. Dies solle durch umfangreiche Maßnahmen geschehen. "Jetzt, da wir in einer COVID-19-Welt leben, müssen wir uns die Frage stellen, ob das glitzernde Event, das wir bisher als normal angesehen haben, noch geeignet ist", so OK-Präsident Toshiro Mori.

Das erste Event im Olympia-Stadion von Tokio soll im August stattfinden

Fotocredit: Getty Images

Wie hoch das Gesamtbudget der Spiele ist, ist noch offen. Bisher wurden die zusätzlichen Kosten durch die Verlegung nicht öffentlich beziffert. Nach Angaben der Organisatoren soll es bis Ende des Jahres ein überarbeitetes Budget geben, in dem auch die Kosten der Verlegung und der Zusatzmaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie berücksichtigt sind.
"Wir sind noch nicht in der Lage, über die Zusatzkosten zu sprechen", sagte der für Finanzen zuständige Direktor des OK, Gakuji Ito. Es sei zudem "möglich", dass die derzeit diskutierten Corona-Maßnahmen zu weiteren Kosten führen und die angedachten Sparmaßnahmen unmöglich machen könnten. Derzeit erarbeitet eine Corona-Taskforce in Japan Pläne, wie während der Spiele mit der Pandemie umgegangen werden könne.
Bereits im September waren erste Pläne zur Kostenreduzierung bekannt geworden. So soll es unter anderem weniger Personalkosten, weniger Ausgaben für Feierlichkeiten und weniger Dekoration der Sportstätten geben. Auch sollen 10 bis 15 Prozent weniger akkreditierte Personen an den Spielen teilnehmen. Athleten sind davon nicht betroffen.
Die Olympischen Spiele in Tokio waren im März wegen der Corona-Pandemie auf das kommende Jahr verschoben worden. Sie sollen nun am 23. Juli 2021 beginnen, der Start der Paralympics ist für den 24. August geplant.
(SID)
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