WSOP Main Event 2026: Geldränge an Tag 4 schnell erreicht, 553 Spieler träumen noch vom Final Table
VonBeth Knox
Publiziert 10/07/2026 um 09:31 GMT+2 Uhr
Der Geldregen begann zu fallen – die Spieler ebenso. An Tag 4 hat sich das Feld mehr als halbiert, die meisten der Bustouts gingen jedoch mit Gewinnen nach Hause. Nur noch vier ehemalige Champions verbleiben im Turnier, Mizrachi schwächelt. Hossein Ensan liefert als bester Deutscher eine starke Performance.
Sasha Liu WSOP26 Monique Marestein
Fotocredit: Eurosport
Sasha Liu eröffnete Tag 4 mit den wunderschönen Worten: ”Jeder ist hier willkommen. Wenn du das Spiel liebst, gibt es beim No Limit Texas Hold’em wirklich keine Limits, jeder findet hier seinen Platz.”
Direkt zu Beginn lag Spannung in der Luft. Die Spieler ließen sich an den Tischen nieder, die Karten wurden ausgeteilt, und sofort stand die ”Bubble”, also das Erreichen der Geldränge, im Raum.
Das Spiel wurde insgesamt genauestens überwacht, um den Moment nicht zu verpassen, und die Hände wurden erst ausgespielt und anschließend nacheinander öffentlich ausgezählt, sodass sich niemand einen taktischen Vorteil verschaffen konnte.
Als es endlich so weit war und die Teilnehmerzahl die magischen 1.382 erreicht hatte, fielen die Spieler teilweise wie Dominosteine. Mehr als die Hälfte der verbleibenden Teilnehmer wurde nach Hause geschickt. Ein Ausscheiden aus dem Turnier ist wohl leichter hinzunehmen, wenn man dabei mehrere Tausend Dollar mitnehmen kann.
Mit dem stetig schrumpfenden Feld stiegen die Platzierungen und damit die Geldgewinne: Sobald die Blase geplatzt war, nahmen die ersten Bustouts 15.000 US-Dollar mit nach Hause. Jede weitere Platzierungsgruppe erhielt jeweils 2.500$ mehr, bis hin zu einem Betrag von 30.000 US-Dollar, der an die Ränge 540-602 ausgezahlt wird. Hier sind noch einige Plätze zu vergeben; die 553 Spieler, die an Tag 5 an den Start gehen, können also mit einem Minimalgewinn von 30.000$ rechnen.
Martin Zamani, am Vortag noch unter den Top 3, stürzte von seiner guten Ausgangsposition noch im letzten Level des Tages zeitweise auf einen Chip-Count von 180.000 ab und bot sogar mit Bargeld aus der eigenen Tasche darum, die Karten seines Gegenspielers ansehen zu dürfen. Der amtierende Weltmeister Michael Mizrachi (440.000) scheint zu diesem Zeitpunkt weit abgeschlagen.
Ein Großteil der deutschen Starter musste sich aus dem Main Event verabschieden, viele kehren jedoch nicht mit leeren Händen in die Heimat zurück, der Trip nach Las Vegas sollte sich also gelohnt haben.
Hossein Ensan weiß, wie es sich anfühlt, das Main Event zu gewinnen, und auch 2026 lässt er nicht locker. Mit einem Stack von 2.580.000 hält er sich in den Top 20 und muss sich um die Blinds an Tag 5 keine Gedanken machen. Ensan ist einer von nur vier ehemaligen Champions, die noch im Rennen sind.
An der Spitze wird es eng – Sam Sweilen aus Florida sicherte sich mit 3.800.000 den Chiplead, dicht gefolgt von Steven O’Nan (3.600.000) und Artur Martirosian (3.495.000), dem wiederum Kyle Mart (3.480.000) im Nacken liegt.
Verlier gibt es so gesehen keine mehr, doch die Plätze am Final Table sind noch lange nicht vergeben.
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