WSOP Main Event 2026: Nakai führt nach Day 1A, Kraft bester Deutscher
VonBeth Knox
Publiziert 03/07/2026 um 10:06 GMT+2 Uhr
Ready for Take-off – Flight 1A des diesjährigen Main Events in der World Series of Poker (WSOP) ist geschafft. Ryuta Nakai übernimmt die Führung, Peter Kraft legt als bester Deutscher einen guten Start hin und Steven Merwin gelingt ein beeindruckender Royal Flush. Außerdem steigen schon einige ehemalige Champions erneut in den Kampf um den Titel ein.
Ryuta Nakai WSOP26 Travis Ball
Fotocredit: Eurosport
Der erste Starttag des WSOP Main Events 2026 ist absolviert.
Von 771 Spielern, die Tag 1A als ihren Einstiegs-Flight gewählten hatten, sind am Ende des Tages noch 543 im Rennen.
Mit Daniel Weinmann nahm der Main-Event-Champion von 2023 den Kampf um einen weiteren Titel auf und auch weitere ehemalige Sieger gaben sich schon am ersten Tag die Ehre, darunter Phil Hellmuth (1989), Joe Cada (2009), Greg Marson (2012) und Damian Salas (2020).
Irgendwer musste der Erste sein – es traf den US-Amerikaner Antohny Marini, er war der erste Bustout und schied aus dem Turnier aus.
Scott Seiver hingegen konnte den ersten größeren Gewinn verzeichnen und seinen Stack frühverdoppeln.
Aus deutscher Sicht verlief der Auftakt recht vielversprechend. Leonard Maue, Tolga Karakaya und besonders Peter Kraft zeigten sich stark. Kraft hielt sich über weite Strecken des Tages in den Top 20 und beendete den Tag 1A schließlich als bester Deutscher mit 175.000 Chips. Ebenfalls am ersten Starttag im Einsatz waren Mahmoud Bedoui, Quirin Heinz, Salih Gabrysch, Tobias Matuschek und Paul Esau.
Der US-Amerikaner Steven Merwin sorgte mit einem Royal Flush, den er bereits auf dem Turn vervollständigen konnte, für ein echtes Highlight an diesem ersten Tag.
Aufsehen der etwas anderen Art erregte Jason Koon, der am Tisch zunächst mit Popstar Ed Sheeran verwechselt wurde. Die Nummer-1-Hits blieben allerdings aus, für Koon verlief der Tag eher wechselhaft mit einigen Verlusten, von denen er sich nur schleppend erholte.
Auch bei der informellen Weltmeisterschaft ist Poker in gewissem Maße ein Glücksspiel: ”You gotta have some luck”, kommentierte Jared Bleznick sein Ausscheiden in Level 2. Zum echten Wettkampf-Feeling gehört eben auch die Chance dazu, dass jeder jeden schlagen kann.
Ein wenig Trash Talk bleibt im Pokersport nicht aus, hier und da kam es zu Versuchen, die Gegner aus der Reserve zu locken, letztendlich begegneten sich alle Spieler aber mit dem im Poker üblichen gegenseitigen Respekt.
Für den Japaner Ryuta Nakai schien 1A eine Glückszahl zu sein, er beendete seinen Starttag als Chipleader mit einem Stand von 323.000. Ein erfolgreicher erster Tag garantiert zwar keinen tiefen Lauf bis an den Final Table, aber eine solide Basis kann nicht schaden, und so befinden sich besonders die Top 10 mit jeweils mehr als 200.000 Chips in einer guten Ausgangsposition.
Als nächstes steht Tag 1B des Main Events an. Erwartet wird ein noch größeres Teilnehmerfeld, darunter internationale Profis und Taktiker, die ihren Start bewusst auf den zweiten Flight gelegt haben.
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