AlUla Tour: Uno-X-Mobility-Profi Sören Waerenskjold lehnte Teilnahme an Rundfahrt wegen Menschenrechtslage ab

Das Team Uno-X Mobility fährt derzeit bei der AlUla-Tour in Saudi-Arabien mit. Nicht dabei ist Sören Waerenskjold. Der Norweger blieb dem Rennen auf eigenen Wunsch fern - aus ethischen Gründen, wie er dem norwegischen Fernsehsender "TV2" in einem Interview erklärte. Die Menschenrechtslage ist in dem Königreich für den 24-Jährigen zu problematisch, begründete er seine Entscheidung.

Latour noch abgefangen: Waerenskjold gewinnt zweite Etappe

Quelle: Eurosport

"Es geht um die Menschenrechte", sagte er. "Es gibt Beweise dafür, dass Menschen wegen ihrer politischen Ansichten inhaftiert und getötet werden. Die Rechte der Homosexuellen, die Rechte der Frauen... es gibt viele Probleme."
2023 und 2024 gewann Waerenskjold jeweils eine Etappe im Sprint bei der Rundfahrt durch Saudi-Arabien, die seit 2024 AlUla Tour genannt wird. Das Team um den sportlichen Leiter Thor Hushovd unterstützte ihn bei seiner Entscheidung.
"Ich habe gesagt, dass ich nicht zurück will und das Team hat das respektiert", sagte der Norweger. "Wenn das Team gesagt hätte, dass ich fahren soll, hätte ich wenig machen können, sie sind der Boss. Aber wenn es nach mir geht, möchte ich lieber auf der "korrekten" Seite bleiben, sozusagen."
Der Profi äußert auch Verständnis für die Teilnahme seines Teams und die Organisation von Rennen dort. Die AlUla-Tour wird vom Tour-de-France-Veranstalter ASO organisiert. Uno-X Mobility hofft wie andere Teams auf eine Wildcard bei der Tour, aus ähnlichen Beweggründen starten dort wohl auch andere ProTeams wie Tudor und Q36.5.

Waerenskjold: "Bin nur ein einfacher Radfahrer"

Waerenskjold sehe den Einfluss von geschäftlichen Interessen und politischen Entscheidungen, sei aber mit seiner "einfachen" Entscheidung zufrieden - auch wenn er nicht glaubt, dass sie einen Einfluss auf das "große Ganze" nehmen werde.
Wenn man die Möglichkeit hat, denke ich, dass es positiv ist, sich ein wenig zu distanzieren. Aber dann gibt es da noch die ASO, die ein sehr großer Organisator ist und dort eine Menge Geschäfte macht, sodass es schnell ein bisschen kompliziert wird", sagte er.
"Ich bin nur ein einfacher Radfahrer, der eine einfache Entscheidung treffen kann", fuhr er fort. "Systemische Veränderungen sind wahrscheinlich schwer zu erreichen. Und ich glaube nicht, dass es etwas bringt, wenn ich mich davon distanziere. Aber ich tue es für mein eigenes Gewissen."
2028 soll die Rad-WM in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, auch dort wird die Menschenrechtslage kritisch gesehen. Waerenskjold soll einen Wechsel zum UAE Team Emirates 2023 aus den gleichen Gründen abgelehnt haben.
picture

Highlights: Stork gewinnt verregneten Tag auf Mallorca

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung