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Amstel Gold Race: Wer Mathieu van der Poel beim ersten Ardennenklassiker gefährlich werden kann
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Publiziert 13/04/2024 um 00:22 GMT+2 Uhr
Am Sonntag startet auf dem Marktplatz in Maastricht die 58. Ausgabe des Amstel Gold Race (1.UWT), dem ersten der drei sogenannten Ardennenklassiker. Vorjahressieger Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) wird seinen Titel nicht verteidigen, doch Michal Kwiatkowski (Ineos Grenadiers, 2015 und 2022) und Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck, 2019) wissen, wie man dort siegt.
Mathieu van der Poel
Fotocredit: Getty Images
Nach seinen Triumphen bei den Nordklassikern gilt der Niederländer van der Poel beim Heimspiel als großer Favorit.
Seinen Amstel-Sieg 2019 holte van der Poel sich in einem der spektakulärsten Finale der letzten Jahrzehnte, als er im Alleingang eine Verfolgergruppe auf dem letzten Kilometer an ein Ausreißertrio heranführte und dieses sowie seine Begleiter in einem langen Sprint von vorn schlug. "Meinen Sieg aus dem Jahr 2019 werde ich nie vergessen", erklärte van der Poel in einer Pressemitteilung seiner Mannschaft. Beim wichtigsten Rennen seines Landes startete er danach nur noch einmal: 2022 wurde er Vierter.
"Natürlich kehre ich gerne zum Amstel Gold Race zurück. Der Kurs im niederländischen Limburg liegt mir besonders gut. Es ist ein bisschen wie eine kleine Flandern-Rundfahrt - mit vielen Kurven und steilen Hügeln, aber ohne Kopfsteinpflaster", befand der Weltmeister. Nach seinen Siegen beim E3 Preis, der Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix will van der Poel sein Frühjahr bis hin zu Lüttich-Bastogne-Lüttich am 19. April verlängern. "Es ist jetzt wichtig, die Form noch zehn Tage zu halten", meinte der 29-Jährige, der diese Saison auf der Straße erst fünf Renntage absolviert hat.
Viele seiner größten Konkurrenten haben ebenfalls gute Erinnerungen an das Amstel Gold Race. Benoit Cosnefroy (Decathlon – AG2R La Mondiale), der am Mittwoch den Pfeil von Brabant (1.Pro) für sich entschied, wurde 2022 Zweiter. Dieselbe Platzierung erreichte Ben Healy (EF Education – EasyPost) bei der letzten Austragung. Tom Pidcock (Ineos Grenadiers) verlor 2021 den Zweiersprint gegen Wout van Aert (Visma – Lease a Bike), weil die Zielkamera falsch ausgerichtet war.
Letztes Jahr wurde der Brite Dritter, am Sonntag kann er also zum dritten Mal auf dem Podium stehen. Zum breit gefächerten Favoritenfeld hinter van der Poel gehören auch Romain Grégoire (Groupama – FDJ), Maxim van Gils (Lotto – Dstny) und Mattias Skjelmose (Lidl – Trek).
Amstel Gold Race: Die deutschsprachigen Teilnehmer
Im Jahr 2021 landete auch Maximilian Schachmann (Bora – hansgrohe) auf dem Amstel-Podium. Der gebürtige Berliner bewies nach langer Verletzungs- und Krankheitsphase bei der Baskenland-Rundfahrt (2.UWT), dass er wieder Weltklasseniveau erreicht hat. Von den drei Ardennenklassikern liegt ihm das Amstel am besten.
Georg Zimmermann (Intermarché – Wanty) blieb bei seiner ersten Flandern-Kampagne blass, wie es derzeit um seine Form steht, ist also unklar. Die beiden weiteren Deutschen Felix Engelhardt (Jayco – AlUla) und Mika Heming (Tudor) werden Helferdienste verrichten.
Marc Hirschi (UAE Team Emirates) hat als Vertreter des fehlenden Pogacar eine in der Breite sehr starke Mannschaft an seiner Seite. Sollte UAE im Finale eine Überzahlsituation schaffen, ist der Schweizer Meister durchaus ein Siegkandidat und aussichtsreichster der nach vorläufigem Stand fünf Eidgenossen.
Schachmanns Teamkollege Alexander Hajek wird in Süd-Limburg sein WorldTour-Debüt geben und ist wohl einziger Österreicher am Start.
Amstel Gold Race: Der Parcours
"Eine kleine Flandern-Rundfahrt ohne Kopfsteinpflaster", wie van der Poel feststellte, ist eine treffende Beschreibung, auch wenn der Niederländer dabei die 300 Meter lange Passage mit Katzenköpfen am Maasberg vergaß. In Flandern sucht man dagegen über drei Kilometer lange Anstiege wie den Camerig vergeblich. Auch die Anzahl der Hellinge ist mit 33 gegenüber 17 bei der Ronde in den Niederlanden fast doppelt so hoch.
Wegen der vielen Anstiege und der Verlegung des Ziels vom Cauberg nach Berg en Terblijt im Jahr 2013 gibt es kein echtes Drehbuch für das Rennen. Wo zur Jahrtausendwende klar war, dass etwa Michael Boogerd das Finale am Eyserbosweg eröffnet, kann dies nun auch schon am Gulperberg oder erst am Keutenberg geschehen. Und auch die Zwischenstücke sind gefährlich, denn gerade sie bieten Außenseitern die Chance, den Topfavoriten auf und davon zu fahren.
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Quelle: Eurosport
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