Ex-Radprofi Nicolas Roche fordert nach schweren Stürzen Veränderungen: "Völlig aus dem Ruder gelaufen"

Der schwere Massensturz bei der Baskenland-Rundfahrt um Tour-Sieger Jonas Vingegaard und Remco Evenepoel hat die Sicherheitsdebatte im Radsport neu befeuert. Ex-Profi Nicolas Roche kritisierte die Entwicklung der letzten Jahre: "Stürze gehören zum Sport dazu, sie sorgen für Dramatik, aber das hier ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Es ist nicht normal, dass Fahrer ihr Leben riskieren."

Schwerer Massensturz mit Vingegaard, Evenepoel, Roglic

Quelle: Eurosport

Der Radsport habe sich in den vergangenen Jahren "verändert, und das schon seit langer Zeit, die Entwicklung ist auch normal", schrieb Roche bei "Instagram".
Doch der 39-Jährige, der in seiner Karriere zwei Etappen bei der Vuelta à España gewonnen und 2021 seine Karriere beendet hatte, erklärte, er habe mittlerweile "Angst" um seine Freunde, die Rennen fahren: "Die Geschwindigkeit ist höher, das allgemeine Niveau ist höher, der Kampf um die Aerodynamik ist auch gefährlich geworden, die Bremskraft ist größer".
Der Einsatz für den Sieg sei "so hoch, dass die Fahrer bereit sind, alles zu riskieren", meinte der in Frankreich geborene Ire weiter: "Ich glaube nicht, dass es einen einzigen Grund gibt, der für all diese Stürze verantwortlich ist. Aber alles spielt eine Rolle."
Am Donnerstag hatten sich unter anderem Jonas Vingegaard, Remco Evenepoel und Jay Vine bei einem Sturz auf der 4. Etappe der Baskenland-Rundfahrt schwere Verletzungen zugezogen.

Nicolas Roche hofft auf Veränderung bei Sicherheit

Roche selbst war bei der Vuelta 2019 schwer gestürzt. Der Crash habe die letzten Jahre seiner Karriere geprägt: "Noch heute, fast fünf Jahre danach, lebe ich mit den Folgen."
In der Vergangenheit hätten die Fahrer oft die Organisatoren beschuldigt, die nach spektakuläreren Strecken suchten. Doch auch die Sportler selbst hätten oftmals mit ihrem Verhalten Stürze verursacht, so der Sohn von Giro- und Tour-Sieger Stephen Roche.
"Hoffentlich kann man im Radsport zusammenarbeiten, um den Job sicherer zu machen", wünschte sich der 39-Jährige für die Zukunft.
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Quelle: Eurosport

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