Pleite für UAE-Stars beim Klassiker: Giulio Ciccone siegt in San Sebastian gegen Favoriten um del Toro, Ayuso, Roglic

Das UAE-Team von Tour-Sieger Tadej Pogacar hat in Abwesenheit des Weltmeisters eine bittere Pleite kassiert. Beim Eintagesklassiker in San Sebastian musste sich die Mannschaft trotz offensiver Fahrweise im Kampf um den Sieg geschlagen geben: Der Italiener Giulio Ciccone ließ am letzten steilen Anstieg seine beiden Begleiter Jan Christen und Isaac del Toro hinter sich und fuhr als Solist ins Ziel.

Ciccone vollendet Solo und hält Christen beim Klassiker auf Distanz

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Ciccone rettete sich nach 211,4 schweren Kilometern im Baskenland neun Sekunden vor dem Schweizer Christen ins Ziel, Dritter wurde für das Team Red Bull-Bora-hansgrohe Maxim van Gils (Belgien). Er führte mit 19 Sekunden Rückstand die erste kleine Verfolgergruppe um del Toro an, der in der Schlussstunde das Rennen geprägt hatte, am Ende aber nicht den ersehnten Sieg holen konnte.
Im ersten Rennen nach seinem schweren Sturz auf der 14. Etappe des Giro d'Italia im Mai gelang Ciccone direkt einer seiner größten Siege und das mit Köpfchen gegen starke Konkurrenz.
"Giulio war heute superstark. Wir haben alles probiert - und hätten fast gewonnen. Gemeinsam mit unserem Team war er einer der Favoriten", meinte der zweitplatzierte Christen im Ziel-Interview der 44. Auflage des Rennens.
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Del Toro dreht auf - und geht dann ein: Highlights des Klassikers

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Del Toro dreht auf - und kann dann nicht folgen

Die Vorentscheidung über den Ausgang des ersten WorldTour-Rennens nach Ende der Tour de France fiel am Anstieg zum Erlaitz (1. Kategorie) rund 50 Kilometer vor dem Ziel: Primoz Roglic (Red Bull) riss das kleine Feld mit zwei Attacken auseinander, bis nur noch Christen bei ihm bleiben konnte. Der Schweizer übernahm keine Führungsarbeit und letztendlich kamen sein Teamkollege Del Toro, Ciccone und van Gils heran. Kurz vor der Bergwertung griff Del Toro an und nur Ciccone konnte folgen.
Die drei Verfolger wurden von Cian Uijtdebroeks, Benoot (beide Visma-Lease a Bike), Leo Bisiaux (Decathlon-AG2R), Powless, Christian Scaroni (CDS- Astana) und Luke Plapp (Jayco) eingeholt. Doch weder auf dem Hochplateau noch in der Abfahrt konnte die Gruppe ihren Abstand verkleinern. Das Tal erreichten sie 48 Sekunden nach dem Spitzenduo, das noch 28 Kilometer absolvieren musste.
Am Ende des rund 20 Kilometer langen Flachstücks vor dem letzten, steilen Anstieg Murgil-Tontorra (2. Kategorie) hatten Del Toro und Ciccone 45 Sekunden ihres Vorsprungs behauptet und wirkten auf dem Weg zum Sieg. Doch auf den ersten Metern bergauf schauten sie sich an, während Roglic voll in den Anstieg hineinrauschte. Christen, der sich bei den Verfolgern ausruhen konnte, bedankte sich mit einer Attacke. Der Aaargauer lag nur noch 25 Sekunden hinter Del Toro und Ciccone und schloss die Lücke innerhalb von 500 Metern.
Christen griff sofort an und der zuvor äußerst souverän wirkende Del Toro konnte nicht mitgehen, ganz im Gegensatz zu Ciccone, der kurz danach konterte und den Schweizer hinter sich ließ. An der Kuppe acht Kilometer vor dem Ziel trennten die beiden 25 Sekunden.
Bergab fuhr der Verfolger schnell bis auf acht Sekunden heran, dann erlaubte Christen sich aber einige technische Schwächen und verlor wieder Boden. Am Teufelslappen trennten die beiden unverändert acht Sekunden, die Ciccone bis ins Ziel verteidigen konnte.
Roglic kam letztlich 2:01 Minuten hinter Ciccone als 22. ins Ziel, Vorjahressieger Marc Hirschi (Tudor) aus der Schweiz hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun, ebenso wie Juan Ayuso (Spanien/UAE) und Tour-Überraschung Oscar Onley (Großbritannien/Picnic).
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Sturz von Le Court! Gelbes Trikot rammt Felswand

Quelle: Eurosport


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