Giro d'Italia 2026: Ausreißer Giulio Ciccone wird zur tragischen Figur - Lidl-Trek-Hoffnungen ruhen auf Jonathan Milan
VonJan Zesewitz
Publiziert 23/05/2026 um 23:13 GMT+2 Uhr
Giulio Ciccone hat auch auf der 14. Etappe des Giro d'Italia den ersehnten Etappensieg verpasst. Der Lidl-Trek-Profi befand sich - wie schon während der Bergetappe nach Corno alle Scale - in einer großen Fluchtgruppe und erwies sich dort als der stärkste Fahrer. Wie sechs Tage zuvor wurde der Italiener aber als letzter Ausreißer von den Favoriten um Etappensieger Jonas Vingegaard gestellt.
Highlights: Vingegaard lässt in den Alpen die Muskeln spielen
Quelle: Eurosport
"Heute wollten die Klassementfahrer natürlich etwas zeigen", sagte er im Ziel. "Mir war es aber wichtig, vorne dabei zu sein. Weil der Start schwer war und es mir bei mehreren Gelegenheiten in dieser Woche nicht gelungen ist, wollte ich unbedingt in die Gruppe gehen. Ich glaube aber, dass unser Schicksal letztlich schon feststand."
Visma-Lease a Bike kontrollierte die Etappe vom Start weg für Kapitän Jonas Vingegaard, der sich an diesem anspruchsvollen Teilstück im Aosta-Tal nicht nur das Rosa Trikot übernehmen, sondern auch seinen dritten Etappensieg feiern wollte - beides gelang in beeindruckender Manier.
Für Ciccone dagegen bleibt das Unternehmen Etappensieg wie verhext: "Ich habe mein Ziel, eine Etappe zu gewinnen, noch nicht erreicht – also versuchen wir es weiter", sagte er. In der ersten Woche des Giro wurde er zweimal Etappen-Dritter. Nach dem Teilstück nach Cosenza konnte er sogar das Maglia Rosa überstreifen.
Es spricht für seinen bisherigen Verlauf seiner Heimrundfahrt, dass er es dann am wohl kältesten und nassesten Tag tragen "musste" - und dann auch direkt an Afonso Eulálio verlor. Es folgten zahlreiche Versuche, es in die Gruppe des Tages zu schaffen, die teilweise erfolglos waren, oder mit einer Einholung kurz vor dem Ziel endeten.
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Lidl-Hoffnungen ruhen nun wieder auf Milan
Vielleicht trägt Ciccones Trostpflaster diesmal eine blaue statt pinke Farbe: In der Bergwertung arbeitete er sich auf Rang drei vor, sein Rückstand auf Vingegaard beträgt allerdings bereits 86 Punkte.
Lidl-Trek reiste mit großen Zielen und einem starken Team zum Giro. Ciccone sollte Etappen jagen, Derek Gee-West ums Podium mitfahren und Jonathan Milan in den Sprints dominieren. Nach 14 Etappen gingen diese Pläne noch nicht auf.
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Die Hoffnungen des deutschen Teams verlagern sich für die 15. Etappe nun wieder auf Milan. In Mailand wird auf der brettflachen Etappe ein Massensprint erwartet. "Morgen ist super, super wichtig für mich und das ganze Team. Wir werden alles geben und versuchen das Rennen zu kontrollieren", sagte er schon vor dem Start der Etappe im Aosta-Tal gegenüber "Cyclingnews".
Milan muss sich in der Modestadt gegen Paul Magnier, der schon zwei Etappensiege verbuchen konnte, Dylan Groenewegen und Co. durchsetzen - und damit womöglich den Giro für Lidl-Trek retten.
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