Dauphiné: Emanuel Buchmann (Bora-Argon18) will "auf den Bergetappen vorne dabei sein"

Emanuel Buchmann (Bora-Argon18) präsentiert beim Critérium du Dauphiné letztmals sein Meistertrikot. Für den 23-jährigen Ravensburger schließt sich der Kreis nach außergewöhnlichen 12 Monaten, denn die Dauphiné 2015 war seine erste WorldTour-Rundfahrt überhaupt. Nachdem er damals dort sein Klettertalent auf höchstem Niveau aufblitzen ließ, gewann Buchmann wenige Wochen später den Meistertitel.

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Fotocredit: Eurosport

Vor 12 Monaten standen Sie beim Critérium du Dauphiné vor Ihrer Premiere bei einer WorldTour-Rundfahrt. Seitdem hat sich viel getan: vom Deutschen Meister über die Tour-Teilnahme im ersten Profi-Jahr bis zu sehr konstanten Rundfahrten zuletzt. Wie blicken sie auf diese Zeit zurück?
Emanuel Buchmann: Das war richtig gut - ein Hammerjahr. Der Gewinn der Meisterschaft, ein dritter Etappenplatz bei der Tour und dann ein ganzes Jahr im Meistertrikot zu fahren, das ist schon toll. In dieser Zeit habe ich mich sehr weiterentwickelt und bin noch mehr in Richtung Berg- und Klassementfahrer gegangen. Ich habe bei den sehr schweren Rennen gesehen, dass sie mir liegen und dass ich vorne mitfahren kann.
Welchen Stellenwert hat die Dauphine in Ihrer Saisonplanung und mit welche Zielehaben Sie?
Buchmann: Die Dauphine hat eine große Bedeutung, vor allem weil es die letzte Vorbereitung für die Tour de France ist. Da sollte man schon schauen, gut drauf zu sein. Es geht gar nicht so sehr darum, unbedingt ein Ergebnis einzufahren, aber ganz schlecht sollte es einem hier nicht gehen, wenn man die Tour gut fahren will. Ich war zwei Wochen in Livigno im Höhentrainingslager. Das habe ich im letzten Jahr auch so gemacht und dann lief es bei der Dauphiné richtig gut. Ich hoffe, dass es dieses Jahr ähnlich sein wird und will auf den Bergetappen probieren, vorne dabei zu sein.
Was steht für Sie nach der Dauphine auf dem Programm?
Buchmann: Ich fahre nur noch die Deutschen Meisterschaften, bevor es zur Tour geht. Damit ist die Dauphine das letzte Rennen bei dem das aktuelle deutsche Meistertrikot in Aktion ist.
Auf dem sehr flachen Kurs in Erfurt wird die Titelverteidigung aber zur Herausforderung?
Buchmann: Ich möchte das Meistertrikot bei der Dauphiné noch einmal sehr gut präsentieren, denn ich habe nur wenig Hoffnung, das Trikot zu verteidigen. Für mich wird es auf diesem Kurs sehr schwer werden. Aber wir sind als Team natürlich sehr stark aufgestellt und hoffen, dass wir das Trikot zumindest im Team halten können.
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