Geraint Thomas (Ineos Grenadiers) hat das fünfte Teilstück des Critérium du Dauphiné für sich entschieden. Auf der schnell gefahrenen Etappe von Saint-Chamond nach Saint-Vallier über 175 Kilometer griff er 1000 Meter vor dem Ziel an und behauptete eine halbe Radlänge vor dem von Sonny Colbrelli (Bahrain Victorious) angeführten, heransprintenden Feld. Alex Aranburu (Astana – Premier Tech) wurde Dritter, Lukas Pöstlberger (Bora – hansgrohe) verteidigte das Gelbe Trikot.
Ungefähr 40 Mann überstanden auf der Etappe mit vielen Stürzen die fünf Bergwertungen im ersten Peloton. Ineos-Grenadiers bestimmte am letzten Anstieg und im Finale das Tempo, ohne dass die Mannschaft einen Sprinter dabeihatte. Einen Kilometer vor dem Ziel ließ ein Teamkollege den in Führung liegenden Tour-de-France-Sieger von 2018 nach einer 180 Grad Kurve enteilen.
“Das war nicht geplant. Bahrain hatte nur noch [Jack] Haig. Da bin ich all-in gegangen“, erinnerte sich Thomas zurück. Im Feld wollte niemand für Colbrelli die Kastanien aus dem Feuer holen und so konnte der 35-Jährige rund 70 Meter Vorsprung herausfahren. Dann aber setzte der beste Sprinter in der Gruppe zum Spurt an.
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“Colbrelli kam auf der Ziellinie so schnell vorbei, ich hatte meine Hände schon fast in der Luft und erschrak dann“, beschrieb Thomas die letzten Meter. Am Mittwoch hatte er als Topfavorit noch mit Platz 10 im Zeitfahren enttäuscht. “Nach dem schlechten Rennen von gestern schlage ich heute gut zurück“, freute er sich im Flash-Interview.
In der Gesamtwertung steht er durch die Bonussekunden nur noch fünf Sekunden hinter Ion Izagirre (Astana – Premier Tech), der nach wie vor der beste Klassementfahrer in der Gesamtwertung ist.

Critérium du Dauphiné: Pöstlberger überzeugt erneut

Pöstlberger schien im letzten Anstieg nie Probleme zu haben und verteidigte sein Gelbes Trikot. “Wir hatten nicht geplant das Trikot zu verteidigen. Natürlich wollten wir aber unsere Kapitäne vorn halten“, erklärte der Österreicher, der weiter eine Sekunde vor Alexey Lutsenko (Astana – Premier Tech) liegt.
Kasper Asgreen (Deceuninck – Quick-Step) rückte drei Sekunden näher und Izagirre folgt weiterhin auf neun Sekunden. Von den Favoriten auf den Gesamtsieg ließ sich niemand überraschen.
Am Freitag erwartet Pöstlberger einen neuen Träger des gelben Kleinods. “Morgen konzentrieren wir uns nur auf die Kapitäne. Ich werde für Patrick [Konrad] und Wilco [Kelderman] arbeiten“, so der 29-Jährige.
Ilan van Wilder (DSM) konnte nach einem Sturz dem Feld zwischenzeitlich nicht mehr folgen, letztendlich schaffte er aber den Sprung in die erste Gruppe. Matthew Holmes (Lotto-Soudal verteidigte das Bergtrikot und Sonny Colbrelli (Bahrain-Victorious) behauptete mit seinem dritten zweiten Platz das Punktetrikot.

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