Aufgrund von Danilo Hondos umfassender Kooperation bei der Untersuchung des Falles wurde die Sperre für fünfeinhalb Jahre ausgesetzt.
Dadurch könnte der ehemalige Bahn-Weltmeister in der Mannschaftsverfolgung und Profi-Straßenmeister von 2002 inzwischen wieder im Sport arbeiten. Zusätzlich muss Hondo eine Geldsumme von 12.500 Schweizer Franken zahlen.
Hondo hatte im Mai 2019 fünf Jahre nach seinem endgültigen Rücktritt aus dem Profi-Radsport im Zusammenhang mit der "Operation Aderlass" im Skandal um den Mediziner Mark S. in einem TV-Interview ein öffentliches Dopinggeständnis abgelegt. "Ich habe den größten Fehler meines Lebens getan", sagte der Gubener vor laufender Kamera über die Vorgänge von 2011.
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Auch im gerichtlichen Strafverfahren räumte der Gewinner zweier Giro-Etappen seine Dopingvergehen ein. Während der Einräumung seiner Dopingvergehen war er als Schweizer Nationaltrainer tätig gewesen.

Hondo berichtete von Blutzuführungen vor der Tour de France

Im Fernsehen schilderte der frühere Telekom-Fahrer, der bereits 2005 durch ein umstrittenes Urteil wegen Dopings eine zweijährige Zwangspause hatte einlegen müssen, Blutzuführungen in 2011 vor den Klassikern und auch vor der Tour de France. Im italienischen Team Lampre, für das Hondo seinerzeit fuhr, hätte niemand etwas mitbekommen.
Im darauffolgenden Jahr beendete der gebürtige Brandenburger nach eigenen Angaben das Blutdoping-Programm wieder: "Mein Problem war von Anfang an das ungute Gefühl, etwas Unrechtes zu tun."
Unmittelbar nach seinem Bekenntnis als Dopingsünder war Hondo in der Schweiz als Konsequenz von seinen Aufgaben als Nationaltrainer der Eidgenossen entbunden worden. Mit der nun erhaltenen Chance zum Wiedereinstieg in den Sport hatte der frühere Telekom- und Gerolsteiner-Profi damals nicht mehr gerechnet: "Ich werde für meine Fehler der Vergangenheit bestraft. Mir ist klar, dass es keine berufliche Zukunft, weder bei Swiss Cycling noch in irgendeiner anderen Form im Sport, mehr für mich geben wird."
Im Carphedon-Fall von 2005 bestritt Hondo bislang stets ein schuldhaftes Verhalten: "Ich bin unbewusst gedopt worden oder durch eine Verunreinigung, so wie es immer meine Vermutung war, positiv getestet worden", erklärte Hondo mehrfach.
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