Tour de France: Del Toro zeigt besonderen Teamgeist - Mexikaner ging lieber zu Boden, als Pogacar zu Fall zu bringen

Isaac del Toro hat sich beim Sturz auf der 15. Etappe der Tour de France in ganz besonderer Art und Weise für seinen Kapitän Tadej Pogacar aufgeopfert. Als vor den zwei UAE-Stars plötzlich Jonas Vingegaard zu Boden ging, blieben dem Mexikaner laut seiner Schilderung nur zwei Möglichkeiten: Entweder auf dem Rad bleiben, aber in Pogacar crashen - oder selbst zu stürzen. Er wählte die zweite Option.

Riesenschock! Sturz und Tour-Aus für Vingegaard

Quelle: Eurosport

Im Eurosport-Interview brachte er die Situation auf den Punkt: "Ich habe mich entschieden zu stürzen, denn sonst wäre ich in Tadej gefahren."
Dabei hatte er Glück, denn er konnte das Rennen im Unterschied zu Vingegaard fortsetzen. Zwar war del Toro deutlich anzumerken, dass ihn die Folgen des Sturzes im Etappenfinale durchaus behinderten, Pogacar dosierte das Tempo am Schlussanstieg sichtlich, um del Toro nicht abzuhängen.
"Mich hat es nicht schlimm erwischt", berichtet der Youngster weiter, "ich konnte weiterfahren, aber ich habe an der Steigung gelitten." Er sei "der Mannschaft sehr dankbar", dass sie ihre Taktik auf ihn abgestimmt habe.
Am Ende verpasste das Duo gegen Remco Evenepoel den Etappensieg, aber del Toro eroberte die Führung in der Nachwuchswertung zurück und kletterte zurück auf Rang drei in der Gesamtwertung. Auch in der Teamwertung machte UAE weiter massiv Boden auf Lidl gut, sodass man im Rennstall mit dem Tag auch ohne Etappensieg durchaus zufrieden sein konnte.
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Überraschung bei Bergankunft: Evenepoel kocht Pogacar ab

Quelle: Eurosport


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