Radsport-EM: Tadej Pogacar krönt sich mit 75-Kilometer-Solo erstmals zum Europameister - Remco Evenepoel holt Silber

Superstar Tadej Pogacar (Slowenien) hat zum ersten Mal den Europameister-Titel im Straßenrennen gewonnen. Der Slowene setzte sich am Sonntag in Guilherand-Granges mit 31 Sekunden Vorsprung nach einem 75-Kilometer-Solo durch. Silber ging wie beim WM-Straßenrennen vor einer Woche an Remco Evenepoel (Belgien), Bronze sicherte sich der 18-jährige Franzose Paul Seixas (+3:41 Minuten).

Highlights: Pogacar mit Monster-Solo zu Gold - schwarzer Tag für Vingegaard

Quelle: Eurosport

Tadej Pogacar blickte ganz entspannt zurück, dann breitete der Weltmeister grinsend die Arme aus und radelte nach seinem nächsten Super-Solo auch als Europameister über die Ziellinie. Nur eine Woche nach dem WM-Coup in Ruanda schwebte der slowenische Superstar auch in der Ardèche über allen. Und wirkte nach seinem 75-km-Alleingang im härtesten EM-Rennen der Geschichte wie nach einer Spritztour mit der Familie.
"Jetzt bin ich froh, dass es geschafft ist - und ich einen weiteren Titel geholt habe. Ich habe bis zur Ziellinie alles gegeben", sagte Pogacar nach dem Triumph bei Eurosport: "Ich will jedes Jahr besser werden. Aber ich muss es auch genießen, so lange ich kann."
Im Duell mit seinem belgischen Rivalen Remco Evenopel, das wie schon sieben Tage zuvor in Kigali keines auf Augenhöhe war, triumphierte der 26-Jährige nach 202,5 km mit vielen giftigen Anstiegen ungefährdet in der kleinen Gemeinde Guilherand-Granges an der Rhone und schnappte sich erstmals das Sternenbanner-Trikot des kontinentalen Champions.
Und dieses hatte Pogacar, auch wenn er es letztlich mit dem Anschein aller Leichtigkeit gewann, mit aller Macht haben wollen: Die EM 2026 war am Mittwoch an seine slowenische Heimat vergeben worden - und dort darf der Volksheld nun im kommenden Jahr als Titelverteidiger antreten.
Nach dem 66-km-Solo zum Kigali-Gold fuhr Pogacar auch am Sonntag sein eigenes Rennen und triumphierte schließlich mit 31 Sekunden Vorsprung auf den künftigen Red-Bull-Profi Evenepoel - am Ende ließ es Pogacar ruhig angehen. Zum erst zweiten Mal gewann damit ein Radprofi den Weltmeister- und Europameister-Titel im Straßenrennen in der gleichen Saison. Zuvor war dies nur 2016 im EM-Premierenjahr Peter Sagan gelungen.
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Evenepoel erneut distanziert: Pogacar auf Weg zu EM-Gold nicht aufzuhalten

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Pogacar hängt Evenepoel erneut ab

Frühzeitig übernahmen die Teams aus Belgien und Slowenien am Sonntag hinter einer Ausreißergruppe im Hauptfeld die Regie, um ihre Stars bestmöglich für die Entscheidung auf dem abschließenden Rundkurs zu positionieren. 110 km vor dem Ziel verschärfte die belgisch-slowenische Zweckgemeinschaft das Tempo.
76 Kilometer vor dem Ziel griff dann der 27-jährige Dominator Pogacar aus einer 28-köpfigen Spitzengruppe heraus an.
Evenepoel war der einzige, der vorerst folgen konnte, musste aber knapp einen Kilometer später auch abreißen lassen. Danach war Pogacar auf und davon.
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Weltmeister macht ernst: Pogacar lässt auch Evenepoel stehen

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Rad-EM: Silber an Evenepoel, Bronze an Seixas

Evenepoel nahm gemeinsam mit Cristian Scaroni (Italien), Juan Ayuso (Spanien) und Paul Seixas (Frankreich) die Verfolgung auf, Zeit auf Pogacar gutmachen konnte das Quartett aber nicht. Zwischenzeitlich wuchs der Vorsprung auf über eine Minute an.
35 Kilometer vor dem Ziel setzte dann Evenepoel zur Attacke an und ließe seine Verfolger stehen. Der Belgier fuhr 31 Sekunden hinter Pogacar über den Zielstrich.
Bronze ging an Supertalent Seixas, der sich drei Kilometer vor dem Ziel von Scaroni absetzte.
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Pogacar erklärt Renntaktik: Solo war "nicht geplant, aber..."

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Vingegaard muss Rennen aufgeben

Einen schwarzen Tag erwischte der zweimalige Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard. Der Däne, der ohnehin nicht als Spezialist für Eintagesrennen gilt, musste bereits 109 Kilometer vor dem Ziel vom Hauptfeld abreißen lassen und gab 77 Kilometer vor dem Ziel das Rennen auf.
Auch João Almeida (Portugal) konnte dem Tempo bereits früh im Rennen nicht mehr folgen.  
Die deutschen Profis um Lennard Kämna spielten im Medaillenkamp ebenfalls keine Rolle. Am Samstag hatten im Frauen-Rennen Franziska Koch als Fünfte uns Antonia Niedermaier als Achte beim Sieg der Niederländerin Demi Vollering überzeugt.
(mit SID)
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"Keine Chance": Superstar Vingegaard wird früh abgehängt!

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