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Aufregung um Pogacar und Evenepoel nach Vorfall an Bahnübergang bei Flandern-Rundfahrt - Führerschein-Entzug droht
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Update 06/04/2026 um 16:05 GMT+2 Uhr
Wenn die Flandern-Rundfahrt stattfindet, steht in Belgien alles still - außer dem Zugverkehr. Nach 65 Kilometern schloss sich vor dem Peloton der Ronde eine Bahnschranke. Als das Warnlicht bereits auf Rot stand, überquerte ein Teil des Feldes - auch die Topfavoriten Remco Evenepoel und Tadej Pogacar - den Bahnübergang. Die zweite Hälfte musste vor den sich schließenden Schranken warten.
"Das ist kritisch": Bahnschranke teilt Feld - van der Poel betroffen
Quelle: Eurosport
Laut Reglement des Radsportweltverbandes UCI führt das Überqueren eines Bahnüberganges zu einer Disqualifikation, wenn bei diesem die Überfahrt verboten ist. Das war bereits beim Blinken des Rotlichts der Fall.
Die belgische Zeitung "Het Nieuwsblad" sprach mit einem anonymen UCI-Kommissär, der zu Protokoll gab, dass "die Fahrer, die das Warnsignal ignoriert haben, aus dem Rennen genommen werden sollten". Laut einer "vertrauenswürdigen Quelle" wird das aber nicht geschehen, meldete "Sporza" später.
"Das war nicht schön", sagte Pogacar nach seinem Sieg zur Szenerie am Bahnübergang: "Nicht einmal zehn Meter vor dem Übergang sind drei Männer auf die Straße gesprungen und haben gewunken, um uns anzuhalten", sagte Pogacar.
Bei den Personen handelte es sich um Rennkommissare, was Pogacar aber in der Hektik durchging: "Ich habe gedacht, vielleicht sind es Demonstranten oder so etwas. Und dann war das Feld auch schon geteilt." Um zu stoppen, sei die Vorwarnzeit zu kurz gewesen, argumentierte Pogacar, die Gefahr eines Sturzes bei einer Vollbremsung zu groß.
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Fünf Monumente in einem Jahr gewinnen? Pogacar: "Ich werde es versuchen"
Quelle: Eurosport
Pogacar droht Führerscheinentzug und Geldbuße
Anders sah das Jens Voigt. "Das ist keine Kleinigkeit, sondern auch gefährlich. Damit hat er kein gutes Vorbild abgegeben", sagte der Eurosport-Experte am Montag. Auch Experte Robert Bengsch ordnete das Verhalten der Rennfahrer als "sehr, sehr grenzwertig" ein.
Ganz ungeschoren davonkommen könnten die betreffenden Profis übrigens nicht: Die Staatsanwaltschaft von Ostflandern werde die beteiligten Fahrer identifizieren, wie sie bereits mitteilte. Diese müssten dann vor dem Untersuchungsrichter erscheinen.
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Radsport: Bahnübergang stoppt Peloton bei der Flandern-Rundfahrt
Fotocredit: Getty Images
So droht Pogacar und Co. auch der Verlust des Führerscheins für mindestens acht Tage und eine Geldstrafe zwischen 400 und 5000 Euro. Blechen musste Pogacar auf jeden Fall: Für Müllentsorgung außerhalb der vorgesehenen Zonen wurde er mit einer Buße von 500 Schweizer Franken (542 Euro) belegt - der bestbezahlte Radsportler der Welt konnte das verschmerzen.
Belgische Bahn rügt Rad-Profis
Die belgische Bahn fand das Verhalten der Fahrer am Bahnübergang indes nicht gut. "Die Regeln sind klar: Bei Rot muss man anhalten. Das gilt auch für ein Radrennen", wird Sprecher Frederic Petit vom "ORF" zitiert und sprach von einem "sehr schlechten Beispiel", das die Profis abgegeben hätten.
Derlei Vorfälle an Bahnübergängen geschehen bei den europäischen Klassikern nicht selten. Es gab bereits heikle Szenen, als Fahrer gesenkte Schranken umkurvten.
Logistisch ist es nicht möglich, bei einem Rennen über teils weit mehr als 200 km mit zwangsläufigen Gleisüberquerungen den Bahnverkehr passgenau zu stoppen - dass Fahrer damit durch Wartezeiten benachteiligt werden, ist nicht vermeidbar.
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(mit SID/radsport-news.com)
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Highlights: Ausscheidungsfahren der Superstars in Flandern
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