Flandern-Rundfahrt 2026: Tadej Pogacar schlägt Mathieu van der Poel erneut und gewinnt sein zwölftes Monument

Tadej Pogacar hat zum dritten Mal die Flandern-Rundfahrt gewonnen. Der slowenische Weltmeister ließ Mathieu van der Poel im mit Spannung erwarteten Zweikampf bei der letzten Überquerung des Oude Kwaremont stehen und gewann mit 34 Sekunden Abstand vor dem Niederländer auch das zweite Monument des Jahres. Remco Evenepoel wurde bei seiner Premiere in Flandern Dritter (+1:11 Minuten).

Highlights: Ausscheidungsfahren der Superstars in Flandern

Quelle: Eurosport

Nur zwei Wochen nach seinem ersten Triumph bei Mailand-Sanremo durfte Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) auch nach 278,2 Kilometern in Oudenaarde jubeln. Insgesamt ist es bereits der zwölfte Sieg des 27-Jährigen bei einem der fünf Radsport-Monumente.
Damit kann nur noch Rekordsieger Eddy Merckx (19) mehr Erfolge in dieser Kategorie vorweisen. Zudem hat Pogacar weiter die Chance, alle fünf Monumente in einem Jahr zu gewinnen, was bislang noch kein Radsport-Profi vor ihm geschafft hat.
Die größte Hürde dürfte dabei ein Sieg am kommenden Sonntag bei Paris-Roubaix darstellen, welcher dem amtierenden Weltmeister in seinem Palmarès noch fehlt.
"Es war ein verrücktes Rennen heute, super hart", sagte Pogacar, der im Rennverlauf sukzessive alle seine großen Konkurrenten abhängte: "Es lief alles perfekt für mich. Nächste Woche fahre ich motiviert nach Roubaix und versuche, das Kopfsteinpflaster dort zu genießen."
Insgesamt war es bereits der 111. Sieg in Pogacars Karriere.
picture

Finale Attacke: Pogacar hängt van der Poel an Kwaremont und Paterberg ab

Quelle: Eurosport

Bahnschranke sorgt für ersten Aufreger

Den ersten Aufreger des Rennens gab es bereits 213 Kilometer vor dem Ziel, als ca. die Hälfte des Feldes von einer Bahnschranke ausgebremst wurde und warten musste. Zu den Betroffenen zählte mit Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) auch einer der Favoriten.
Während die zwischenzeitliche Spitzengruppe um Luke Lamperti (EF Education-EasyPost) vom Zwischenfall profitierte und den Vorsprung auf über fünf Minuten ausbauen konnte, bremste die Rennleitung die erste Hälfte des Feldes aus, sodass der abgehängte Teil wieder aufschließen konnte.
Das sorgte vor allem beim Team UAE für Ärger und Unverständnis, das nun umso härter arbeiten musste, um Kapitän Pogacar ganz nach vorne zu bringen.
picture

"Das ist kritisch": Bahnschranke teilt Feld - van der Poel betroffen

Quelle: Eurosport

Stars machen 100 Kilometer vor dem Ziel ernst

In der zweiten Hälfte des Rennens ging den Ausreißern jedoch langsam aber sicher die Puste aus. Spätestens als Florian Vermeersch am Molenberg knapp 100 Kilometer vor dem Ziel das Tempo erhöhte, schmolz der Vorsprung deutlich dahin.
Der Attacke von Pogacars Edelhelfer konnte nur noch die Creme de la Creme der Profis folgen, sodass die Stars um Pogacar, van der Poel, Wout van Aert (Visma-Lease a Bike), Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Mads Pedersen (Lidl-Trek) früh gemeinsam unterwegs waren. 20 Kilometer später war dann auch die Spitzengruppe eingeholt.
Bei der zweiten Überquerung des Oude Kwaremont machte dann Pogacar selbst ernst und dünnte die Spitze immer weiter aus. Zunächst konnten neben van der Poel auch Evenepoel und van Aert folgen. Letzterer musste jedoch noch vor dem höchsten Punkt abreißen lassen, für den Zeitfahr-Weltmeister war dann am Paterberg Schluss.
picture

Attacke am Kwaremont: Pogacar macht ernst - nur die Stars können folgen

Quelle: Eurosport

Pogacar hängt van der Poel im Finale ab

Evenepoel versuchte zwar in der Folge, das Spitzenduo Pogacar/van der Poel mit einem Kraftakt einzuholen, fiel aber auf den Kopfsteinpflasterpassagen immer wieder zurück und musste letztendlich die Waffen im Kampf um den Sieg strecken. "Ich wollte auf keinen Fall, dass Remco noch mal zurückkommt. Ich weiß, wie ausdauernd er ist. Er kann einen immer schlagen", sagte Pogacar im Anschluss.
Die Entscheidung forcierte Pogacar dann bei der letzten Überquerung des Oude Kwaremont. Direkt am Fuße des berüchtigten Anstiegs ließ er van der Poel stehen und baute den Vorsprung am anschließenden Paterberg auf über 20 Sekunden aus.
Zu viel für den Niederländer, der das Monument 2020, 2022 und 2024 selbst drei Mal gewinnen konnte.
Hinter van der Poel fuhr Evenepoel bei seinem "Ronde"-Debüt aufs Podium. Auf den weiteren Positionen folgten Evenepoels Landsmann van Aert und der dänische Vorjahreszweite Pedersen.
picture

Zum dritten Mal: Pogacar jubelt bei Flandern-Rundfahrt

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen