Mailand - Sanremo: Tadej Pogacar siegt trotz Sturz beim Klassiker nach packendem Sprintduell gegen Tom Pidcock

Tadej Pogacar hat sich seinen Traum erfüllt und erstmals auch Mailand - Sanremo gewonnen. Der Weltmeister trotzte dabei auch einem Sturz in der Schlussphase des Rennens und einem überraschenden starken Tom Pidcock (Q36.5): Der Brite konnte allen Attacken des Weltmeisters folgen und erst ein knapper Sprint auf der Zielgeraden entschied ihr Duell knapp zugunsten des Slowenen vom UAE-Team.

Highlights: Spektakuläre Show der Stars & Stürze in Serie

Quelle: Eurosport

Vorjahressieger Mathieu van der Poel hingegen konnte am letzten Anstieg der 298 Kilometer hinauf zum Poggio nicht mehr folgen: Aus dem Trio der Superstars, das sich zuvor an der Cipressa gebildet hatte, wurde ein Duo, das wenig später um den Sieg auf der Via Roma sprintete, dem Vorjahressieger blieb Rang acht.
"Für einen Augenblick nach meinem Sturz dachte ich: Es ist vorbei", gestand Pogacar im übel zerfetzten Rennanzug im Ziel. "Aber meine Beine waren noch gut und mein Team gab mir Hoffnung. Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen. Ich hatte etwas Sorge im Sprint gegen Tom, es war am Ende sehr knapp - also Hut ab vor ihm."
"Es tut weh, denn ich war so nah dran", reagierte Pidcock auf die knappe Niederlage, "aber ich bin letztlich ziemlich stolz auf das, was ich gezeigt habe. Ich muss das jetzt alles erst verarbeiten", so der Mountainbike-Olympiasieger.
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Pogacar im Siegerinterview: "Es war wirklich knapp"

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Platz drei in Sanremo ging an Wout van Aert (Visma), der sich noch von der Verfolgergruppe absetzen konnte, aus der heraus Mads Pedersen den Sprint um Rang vier gewann. Der Belgier war zuvor nach einem Sturz abgehängt worden und der Däne hatte sich nach langer Pause erst kurzfristig zum Start bei der 117. Austragung entschieden.
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Van Aert mit Mega-Comeback nach Sturz: Vollgas bis aufs Podium

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Pogacar nun mit elf Siegen bei Monumenten

Pogacar hat nun im sechsten Anlauf erstmals auch Mailand - Sanremo seiner Siegesliste hinzugefügt und damit vier der fünf Radsport-Monumente gewonnen: Nur Paris - Roubaix fehlt ihm nun noch in seiner Sammlung.
Beste Deutsche bei der "Primavera" waren Georg Zimmermann (Lotto/25.) und Maximilian Schachmann (Soudal/26), beide mit vier Sekunden Rückstand nach über sechseinhalb Rennstunden in der Verfolgergruppe von 35 Fahrern. Für Red Bull-Bora-hansgrohe platzierten sich dort Laurence Pithie (NZL/19.) und Primoz Roglic (SLO/37.).

Pogacar erst am Boden, dann im Angriff

Nach dem frühen Start um 09:45 Uhr im Mailänder Vorort Pavia bildete sich bald eine neunköpfige Spitzengruppe ohne deutsche Beteiligung, die vom Feld aber lange an der kurzen Leine gehalten wurde. Erst nachdem der Passage des Turchino-Passes ließ man den Abstand bis auf knapp sieben Minuten anwachsen, bevor erst Alpecin und später auch UAE die Lücke schlossen.
Zuvor hatte Pogacar bei einem Sturz mit des Schweizers Jan Christen einen seiner wichtigen Helfer verloren. Später war der Weltmeister im Glück, als er es beim Crash dreier Ineos-Profis knapp verhindern konnte, selbst zu Boden zu gehen.
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Crash reißt Ineos-Trio zu Boden: Pogacar rettet sich knapp

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Doch etwas mehr als 30 Kilometer vor dem Ziel erwischte es den Weltmeister dann doch: Pogacar rutschte mit weiteren Fahrern im Feld weg, war zwar schnell wieder auf dem Rad - verlor aber bei hohem Tempo den Anschluss ans Feld und musste sich mit viel Einsatz erst wieder ans Peloton herankämpfen.
Noch weiter zurückgeworfen wurde durch den Crash van Aert, der zwar ebenfalls weiterfuhr, aber auf verlorenem Posten war. Aber auch van der Poel blieb nicht verschont, Hautabschürfungen zeichneten auch den anderen Topfavoriten.
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Kurz vor der Cipressa! Sturz-Schock um Pogacar

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Van der Poel kann am Poggio nicht folgen

In der Cipressa war Pogacar dann 26 Kilometer vor dem Ziel zurück an der Spitze und mit Isaac del Toro als Edelhelfer setzte er die Konkurrenz unter Druck. Seine Attacke setzte Pogacar dann 24,2 Kilometer vor dem Ziel, doch van der Poel und Pidcock konnten sein Tempo halten. Das Trio arbeitete zusammen und hatte am Ende der Abfahrt, 18 Kilometer vor dem Ziel, rund dreißig Sekunden Vorsprung auf das vom Team Lidl angeführte Verfolgerfeld.
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Nur Minuten nach dem Sturz: Pogacar attackiert an der Cipressa

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Im Flachstück bis zum Poggio schmolz der Abstand auf zehn Sekunden und berghoch verlor van der Poel schnell den Anschluss an Pogacar und van der Poel und das Duo machte den Sieg und die 20.000 Euro Preisgeld unter sich aus.
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Um eine halbe Radlänge! Pogacar siegt im Sprint-Krimi gegen Pidcock

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Bühne frei für Lipowitz, Evenepoel, Vingegaard

Als nächster Klassiker stehen ab kommenden Mittwoch die Rennen in Belgien an, wo die WorldTour für fünf Eintagesprüfungen Station macht (zum Rennkalender).
Bereits ab Montag sind bei der Katalonien-Rundfahrt Florian Lipowitz, Remco Evenepoel und Jonas Vingegaard im Einsatz.
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Direkt nach dem Start: Spitze des Feldes biegt falsch ab

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