Flandern-Rundfahrt: Tadej Pogacar mit "Anfängerfehler" im Zielsprint - Superstar verpasst Podium beim Klassiker
Tadej Pogacar hat die Chance auf den greifbar nahen Sieg bei der Flandern-Rundfahrt durch einen "Anfängerfehler" aus der Hand gegeben, so die Eurosport-Experten in ihrer Einschätzung des Finals beim Klassiker. Auf der Zielgeraden belauerten sich der Slowenen und sein niederländischer Rivale Mathieu van der Poel so lange, dass die eigentlich schon geschlagenen Verfolger noch aufschließen konnten.
Das heiße Flandern-Finale: Flitzer auf der Strecke, Pogačar richtig sauer!
Quelle: Eurosport
Statt den Sieg unter sich auszumachen, mussten sich die beiden Superstars einem Vierer-Sprint stellen, in dem van der Poel siegte, Pogacar aber das Podium hinter Dylan van Baarle und Valentin Madouas verpasste.
"Bei allem Respekt für Pogacar - aber das war ein Anfängerfehler", ließ der frühere Topsprinter und Eurosport-Experte Robbie McEwen keinen Zweifel daran, dass der Tour-Sieger sich die enttäuschende Platzierung selbst zuzuschreiben hatte. "Er hat sich einklemmen lassen und man darf einfach nicht Fahrer mit so einem Schwung wieder aufschließen lassen."
Der Australier ergänzte: "Es tut mir leid zu sagen, aber das war eine Lehre für ihn - er ist gewissermaßen aus der Universität zurück in die Grundschule, was einen Zielsprint anbelangt."
"Das hat er komplett versemmelt", urteilte auch Bernhard Eisel in seiner ersten Einschätzung zu Pogacars Sprint während der Eurosport-Liveübertragung kurz und bündig. "Er kann nur sich selbst Vorwürfe machen", konstatierte auch der französische Eurosport-Experte Jacky Durand, einst selbst Sieger in Flandern, "das war sein Fehler".
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/04/03/3349153-68463328-2560-1440.jpg)
Van der Poel erklärt Husarenstück im Finale: "Du musst sprinten, nicht parken"
Quelle: Eurosport
Eine Einschätzung, die der Belgier Philippe Gilbert am Eurosport-Mikrofon unterstrich. "Sie haben sich wirklich von Madouas und Van Baarle vernaschen lassen", so der erfolgreichste Klassikerspezialist im Radsport, "solche Bilder sieht man bei diesen Rennen wirklich nur selten".
Flandern-Rundfahrt: Pogacar wütend auf sich selbst
Pogacar selbst zeigte sich zerknirscht, als er nach anfänglichem Schweigen doch noch seine Einschätzung zum Rennen abgab:
"Ich war erst einmal sehr enttäuscht. Ich war eingebaut und konnte meinen Sprint nicht durchziehen. Aber so ist der Radsport und ich bin auf niemanden sauer. Es hat vielleicht so gewirkt, aber ich war wütend auf mich selbst, weil ich auf den letzten 100 Metern nichts mehr machen konnte."
Zuvor hatte er den Klassiker fast nach Belieben bestimmt und an den schweren Anstiegen die Konkurrenz schier mühelos ans Limit gebracht, wie auch van der Poel offen eingestand.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/04/03/3349068-68461628-2560-1440.jpg)
"Schau dir das an!" Pogacar fliegt Oude Kwaremont hinauf
Quelle: Eurosport
Doch der Niederländer brachte das packenden Finale auch treffend auf den Punkt: "Du musst sprinten und nicht parken", kommentierte er die entscheidenden Sekunden des Pokerspiels, bei dem er den Jackpot knackte.
Das könnte Dich auch interessieren:Nach Zusammenbruch: Colbrelli bekommt einen Defibrillator
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/04/03/3349147-68463208-2560-1440.jpg)
Highlights: Pogacar stürzt, dominiert - und wird von van der Poel düpiert
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-501de6cc-5a93-472f-ba7e-2a32bf0eb94e-68-310-310.jpeg)