Gent - Wevelgem: Visma - Lease a Bike im Pech: Olav Kooij erleidet Schlüsselbeinbruch bei Sturz an entscheinder Stelle

Die Klassiker-Saison verläuft für das sonst erfolgsverwöhnte Visma-Lease a Bike-Team bislang enttäuschend. Die Mannschaft konnte bei den Eintagesrennen in Belgien bisher keinen Sieg einfahren und muss nun die nächste Hiobsbotschaft hinnehmen: Sprinter Olav Kooij brach sich bei seinem Sturz bei Gent - Wevelgem das Schlüsselbein und wird die anstehenden großen Rennen verpassen.

Pedersen attackiert und profitiert vom Pech der Konkurrenz

Quelle: Eurosport

Kooijs Team bestätigte die Verletzung via "X". Der Niederländer war einer von nur zwei Fahrern, die der Attacke des späteren Siegers Mads Pedersen 72 Kilometer vor dem Ziel folgen konnten.
Während Jasper Philipsen durch einen Hinterraddefekt zurückfiel, stürzte Kooj abseits der TV-Kameras in einer Kurve. Pedersen war dadurch ohne Begleiter, holte die Spitzengruppe ein und gewann nach einem 56-Kilometer-Solo.
"Er hat eine Kurve verpasst", sagte der sportliche Leiter von Visma, Arthur van Dongen, im Ziel. "Er ist mit den Ärzten aus dem Krankenhaus in Kontakt. Er hat die Kurve einfach verpasst und ist neben der Strecke gelandet, gestürzt und das Rennen war vorbei."
Für Visma ein weiteres "Hätte, hätte, Fahrradkette-Szenario" aus diesem Frühjahr. "Wir hatten zuvor eine perfekte Situation", sagte van Dongen. "Er musste Mads Pedersen nur folgen bis sie zur Gruppe mit Victor Campenaerts (seinem Teamkollegen, A.d.R.) kamen. Dann wäre es nur noch der Kemmelberg gewesen und in der Form, in der Olav sich befand, wäre er vielleicht der einzige gewesen, der Mads hätte folgen können."

Visma-Lease a Bike kommt nicht in Tritt

Kooij hielt bisher die Ergebnis-Flaute des niederländischen Teams hoch - sein zweiter Platz bei Kuurne-Brüssel-Kuurne am Openingsweekend ist die einzige Podiumsplatzierung der einstigen Seriensieger.
Im vergangenen Jahr wurde die Klassiker-Saison von Visma durch den Sturz von Wout van Aert bei Dwars doors Vlaanderen aus der Bahn geworfen, in diesem Jahr ist der Belgier noch nicht auf dem Level von Mathieu van der Poel angekommen.
In der Vorsaison trug sich bei dem Sturz-Rennen von van Aert Matteo Jorgenson in die Siegerliste ein, doch auch seine Attacken auf dem Weg nach Wevelgem wurden neutralisiert. "Ich bin froh, dass ich heute ein Rennen gefahren bin", sagte der US-Amerikaner. "Es war auf jeden Fall weniger langweilig als eine Trainingseinheit."
Die Hoffnungen für die Monumente Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix in den kommenden Wochen ruhen auf Jorgenson und van Aert. Die Teamführung muss darauf bauen, dass es nicht endet wie bei Kooij. "Es war eine super Situation", sagte auch Jorgenson. "Und als nächstes sehe ich Pedersen allein und Olav auf dem Boden. Damit war unser Rennen praktisch zu Ende. So ist das leider im Radrennen."
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Highlights: Pedersen macht früh ernst und siegt nach langem Solo

Quelle: Eurosport


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