Eurosport
Gent-Wevelgem: Wout Van Aert geschlagen - Mads Pedersen siegt
Von
Publiziert 11/10/2020 um 16:04 GMT+2 Uhr
Mads Pedersen (Trek - Sewgafredo) hat sich die 82. Austragung von Gent-Wevelgem gesichert. Der Weltmeister von 2019 gewann nach 232,5 Kilometern von Ypres nach Wevelgem im Sprint eines Quartetts vor Florian Senechal (Deceuninck - Quick-Step), Matteo Trentin (CCC) und Alberto Bettiol (EF Pro Cycling), mit denen er sich etwa zwei Kilometer vor dem Ziel aus einer neunköpfigen Gruppe gelöst hatte.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Nicht die am höchsten gehandelten Wout Van Aert (Jumbo - Visma) oder Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix), sondern Mads Pedersen (Trek - Segafredo) sicherte sich die 82. Austragung von Gent Wevelgem. Der Weltmeister von 2019 schloss gut 1000 Meter vor dem Ziel zum Spitzentrio Florian Senechal (Deceuninck – Quick-Step), Matteo Trentin (CCC) sowie Alberto Bettiol (EF Pro Cycling) auf und rang im Sprint seine Konkurrenten schließlich nieder.
"Dieser Sieg gehört auf die Liste meiner größten Erfolge", kommentierte der 24-jährige Pedersen im Siegerinterview seinen nächsten Triumph. "Es war sehr hart mit den Wetterbedingungen – erst Regen, dann trocken, dann kalt. Aber das liegt mir. Ich weiß, wie man im Regen fährt. Als die drei Mann kurz vor dem Ziel attackierten, hoffte ich, dass Wout oder Mathieu die Lücke schließen würden. Doch sie taten nichts, weshalb ich die Initiative ergriffen habe und zu den drei nach vorn fuhr. Mein Sprint war perfekt getimet", fügte er an.
Der geschlagene Zweite Senechal war mit seinem Ergebnis ebenfalls zufrieden: "Natürlich hätte ich gern gewonnen, aber ich bin heute gestürzt, die Bedingungen waren hart und die Gruppe sehr namhaft. Da ist der zweite Platz ein sehr solides Ergebnis. Ich ziehe daraus sehr viel Zuversicht für die letzten Rennen der Saison", erklärte der Franzose in einer Pressemitteilung seines Teams.
Van Aert schießt gegen van der Poel
Vier Sekunden nach dem Sieger überquerte John Degenkolb (Lotto Soudal) als Sechster den Zielstrich - knapp hinter dem Schweizer Stefan Küng (Groupama - FDJ), der eine weitere starke Vorstellung bot. Van Aert und van der Poel mussten sich noch hinter Yves Lampaert (Deceuninck – Quick-Step) mit den Plätzen acht und neun begnügen, nachdem die beiden dem Rennen ihren Stempel aufgedrückt und im Finale immer wieder attackiert hatten.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2020/08/13/2863699-59019988-2560-1440.png)
Highlights Gent-Wevelgem: Van Aert schläft im falschen Moment
Quelle: Eurosport
"Es gab nur einen, der mich die ganze Zeit ansah. Anscheinend wollte er, dass ich das Rennen verliere, anstatt es selbst zu gewinnen. Ich spreche von Van der Poel", kritisierte Van Aert anschließend gegenüber Sporza seinen großen Konkurrenten harsch. Der Gescholtene reagierte prompt: "Wout ist einer der besten Fahrer. Wenn er angreift, muss ich reagieren, sonst schauen mich die anderen in der Gruppe an. Deshalb ist es nicht richtig, zu behaupten, ich würde fahren, damit er nicht gewinnt. Ich fahre immer für meine eigenen Chancen", sagte van der Poel.
VERBALATHLETEN - Der Eurosport-Podcast:
Das könnte Dich auch interessieren: Dowsett holt sich Ausreißersieg - Almeida behauptet Rosa Trikot
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung