Giro d'Italia 2020 | Dowsett gewinnt 8. Etappe vor Puccio, Holmes

Alex Dowsett (Israel Start-Up Nation) hat die achte Etappe des Giro d'Italia von Giovinazzo nach Vieste für sich entschieden. Der Brite fuhr mit einem klaren Vorsprung von über einer Minute ins Ziel. Salvatore Puccio (Ineos Grenadiers) und Matthew Holmes (Lotto Soudal) sicherten sich die weiteren Podestplätze. Joseph Rosskopf (CCC Team) wurde nach einem Zielsprint mit den Beiden Vierter.

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Fotocredit: Eurosport

Mit einem ebenso eindrucksvollen wie cleveren Auftritt hat Alex Dowsett (Israel Start-Up Nation) auf der 8. Giro-Etappe bewiesen, dass er nicht nur in Zeitfahren erfolgreich sein kann.
Der 32-jährige Brite setzte sich über 200 Kilometer von Giovinazzo als Solist durch und bescherte seinem Team nicht nur den ersten GrandTour-Sieg seiner Geschichte, sondern gewann erstmals seit neun Jahren wieder ein Straßenrennen.
Damals feierte er im August 2011 zum Abschluss der Tour International du Poitou Charentes (2.1) seinen ersten Profisieg. Danach jubelte Dowsett - mit Ausnahme der Gesamtwertung der Bayern-Rundfahrt 2015 - nur noch in seiner Spezialdisziplin, und zwar insgesamt zwölf Mal, zuletzt 2019, als er Britischer Zeitfahrmeister wurde.
"Ich hatte so ein schwieriges Jahr mit so vielen Unsicherheiten. Ich weiß noch nicht, was ich nächstes Jahr machen werde, ob ich Rennen fahren und das tun kann, was ich liebe, und wie ich Essen auf den Tisch kriege", sprudelte es aus Dowsett gegenüber Eurosport nach seinem ersten Saisonerfolg heraus: "Der Sieg wird mir hoffentlich dabei helfen, das zu schaffen. So zu gewinnen ist toll. Wenn man älter wird, fragt man sich, ob das der letzte Sieg gewesen sein könnte, und man kann ihn dann wirklich genießen."

Alex Dowsett schwärmt von Teamkollege

Am achten Tag der Italien-Rundfahrt nutzte der ehemalige Stundenweltrekordler die Chance, die sich den sechs Ausreißern des Tages bot, weil die Favoriten mit Blick auf die morgige schwere Bergetappe still hielten und auch die Sprintermannschaften kein Interesse zeigten, und löste sich rund 17 Kilometer vor dem Ziel mit einer entschlossenen Attacke aus der Spitzengruppe ab, um danach seine Qualitäten als Zeitfahrspezialist auszuspielen.
Mit 1:15 Minuten Vorsprung erreichte Dowsett das Ziel vor den ersten Verfolgern, denen nur noch der Sprint um Platz zwei blieb. Den sicherte sich der Italiener Puccio vor dem Briten Holmes und dem US-Amerikaner Rosskopf. Dowsetts österreichischer Teamkollege Matthias Brändle, der sich zuvor in den Dienst des Etappengewinners gestellt hatte, wurde Fünfter vor dem Italiener Simone Ravanelli (Androni Giocattoli).
"Wenn ich mit Matthias in der Gruppe bin, passiert immer was Gutes. Letztes Mal bei der Tour of Britain (2014) gewann er die (6.) Etappe und ich fuhr danach in Gelb", lobte Dowsett den Vorarlberger, der sich mit seinem Teamkollegen freuen konnte.

Joao Almeida behält Rosa Trikot

"Es war ein hoch verdienter Sieg für Alex. Er hat noch keinen Vertrag für nächstes Jahr, der Sieg wird ihm sicher helfen", sagte Brändle bei Eurosport und gab zu, dass der Erfolg nur durch gemeinsame Stärke zustande gekommen war, nachdem bei der ersten Überquerung einer Rampe zu Beginn der Zielrunde zunächst Puccio und Holmes gemeinsam mit Rosskopf davon gezogen waren.
"Wir waren im Anstieg die beiden Schwächsten in der Gruppe. Als wir danach zurückkamen, haben wir dann der Reihe nach attackiert. Ich habe es zuerst versucht und wurde gestellt. Dann ging Alex und er hatte den perfekten Moment erwischt. Als er solo über die Spitze des Anstieges kam, wusste ich, dass er es schaffen würde", fügte der 31-Jährige an.
Auf den ersten Positionen der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Der Portugiese Joao Almeida (Deceuninck - Quick-Step) verteidigte mühelos sein Rosa Trikot und liegt weiterhin 43 Sekunden vor dem Spanier Pello Bilbao (Bahrain - McLaren) und 48 Sekunden vor dem Niederländer Wilco Kelderman (Sunweb).
Zeitfahrweltmeister Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) bleibt im Bergtrikot, Almeida führt zudem die Nachwuchswertung an, Arnaud Démare (Groupama - FDJ) verteidigte das Maglia Ciclamino. Ineos Grenadiers löste Deceuninck - Quick-Step an der Spitze der Teamwertung ab.
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Quelle: Eurosport

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