Giro d’Italia - Bora-Chef zu Gamper-Sturz: "Schlimmer als Boxen"
Die 7. Etappe des Giro d’Italia von Matera nach Brindisi wurde von zwei Stürzen überschattet. Darin verwickelt war mit Patrick Gamper auch ein Profi von Bora-hansgrohe. Der Österreicher kam bei einem Massencrash 45 Kilometer vor dem Ziel zu Fall und zog sich offenbar heftige Verletzungen zu. "Ich habe ein paar sehr tiefe Wunden an der Schulter gesehen", sagte Boras Sportlicher Leiter Jens Zemke.
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Auch Patrick Gampers Gesicht wurde bei dem Massensturz stark in Mitleidenschaft gezogen. "Ich sah auch einen Cut im Gesicht und große Schwellungen wie beim Boxen", ergänzte Jens Zemke.
Auf die Aussage des Eurosport-Reporters, dass Radsport manchmal mit Boxen vergleichbar sei, erklärte Zemke leicht amüsiert: "Wenn du die Wunden sehen würdest, ist es mitunter schlimmer. Ich denke, wenn sie ihn heute bis zehn angezählt hätten, wäre er nicht aufgestanden. Es hat länger gedauert."
Gamper konnte die Etappe von Matera nach Brindisi dennoch beenden. Im Ziel hatte er 5:44 Minuten Rückstand auf Tagessieger Arnaud Démare. Das war jedoch komplett zweitrangig. Im Ziel stellte sich eher die Frage, ob der Österreicher die Italien-Rundfahrt überhaupt fortsetzen kann. "Wir müssen sehen, ob er morgen starten kann", sagte Zemke: "Unser Doktor muss sein Bestes geben."
Für Bora wäre ein Ausscheiden von Gamper ein herber Verlust. Der 23-Jährige ist ein wichtiger Helfer im Sprintzug von Peter Sagan.
Bei dem Sturz an der 45-Kilometer-Marke kam neben Gamper unter anderem auch der zweifache Etappensieger Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) und der Lotto-Soudal-Kapitän Harm Vanhoucke zu Fall. Beide konnten aber ebenfalls weiterfahren.
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