In einer konzertierten Aktion mit Teamkollege Giulio Ciccone setzte sich Nibali von den anderen Favoriten ab, absolvierte die abschließende Abfahrt mit hohem Risiko und brachte einen Vorsprung von sieben Sekunden auf die Verfolger ins Ziel. Ein Lebenszeichen des bisher seiner Form nach einem Sturz im Training noch hinterherrennenden Fan-Lieblings, der in der Gesamtwertung nun 13. (+4:04) ist.
Buchmann belegte am Tag nach seinem starken Auftritt in der Toskana den 25. Platz in der 35 Fahrer starken ersten großen Gruppe.
Den Etappensieg holte sich der Italiener Andrea Vendrame im Duell gegen Chris Hamilton (Australien), sie hatten sich von den anderen Ausreißern aus der 16 Fahrer starken Fluchtgruppe des Tages erfolgreich lösen können. Über zehn Minuten Vorsprung auf die Stars brachten die Ausreißer ins Ziel.
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07/05/2021 AM 22:19
George Bennett (Jumbo – Visma) landete auf Platz drei, weil ein wütender Gianluca Brambilla wegen einer Welle gegen den Neuseeländer noch relegiert wurde und den dritten Rang verlor.

Italiener sprintet zum Heimsieg - Zoff im Duell um Platz drei

Vendrame überwältigt: "Ein unglaubliches Gefühl!"

“Was für ein unglaubliches Gefühl! Ich finde die richtigen Worte nicht, um das zu beschreiben. Ich habe gerade eine Etappe der Corsa Rosa gewonnen: Ein Traum ist wahr geworden. Dank an meinen Teamkollegen und Fluchtgefährten Geoffrey Bouchard. Nach einer schwierigen Phase, in der ich eine Verletzung hatte, ist dieser Sieg unbeschreiblich“, zeigte sich Vendrame im Siegerinterview bei Eurosport überwältigt. Der 26-Jährige bescherte seiner Mannschaft den dringend benötigten zweiten Saisonsieg und den ersten auf WorldTour-Niveau.
Vendrame gilt eher als schneller Fahrer. Aber am letzten Anstieg vor Bagno di Romagna kaufte er seinen kletterstarken Konkurrenten Hamilton, Bennett und Gianluca Brambilla (Trek – Segafredo) den Schneid ab und ging in die Offensive. “Wir haben zuerst gearbeitet, um das Blaue Trikot von Geoffrey Bouchard zu sichern. Im Finale habe ich versucht, die Etappe zu gewinnen“, erklärte Vendrame seine Taktik in der Spitzengruppe.

Von der Regenjacke in die Knie gezwungen: Kurioser Sturz beim Giro

Auf den letzten drei Kilometern konnte er sich gemeinsam mit Hamilton absetzten, den er anschließend im Sprint deutlich schlug. “Brambilla war da, er ist ein schneller Mann. Ich habe versucht, den Angriff von Hamilton zu antizipieren. Es war gut, dass wir am Ende nur noch zu zweit waren. Ich wusste, dass ich der von uns beiden der Schnellere bin. Am Ende ist es so ausgegangen wie erwartet“, analysierte Vendrame das Finale.
Der geschlagene Hamilton fuhr zwar ein starkes Rennen, war aber aufgrund seiner fehlenden Endgeschwindigkeit im Nachteil. “In das Finale zu kommen und gegen die anderen um den Sieg zu fahren war ziemlich cool. Ich hatte noch nicht so viele Chancen für mich selbst. Natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber Zweiter in einer Grand-Tour zu werden ist auch gut. Viel mehr hätte ich nicht ausrichten können“, gab Hamilton zu.

Etappe von schwerem Sturz von De Marchi überschattet

Überschattet wurde die Etappe durch den schweren Sturz von Alessandro De Marchi in der ersten Rennstunde: Der Italiener, vor wenigen Tagen noch stolzer Träger des Rosa Trikots, brach sich dabei das Schlüsselbein, sechs Rippen und zwei Brustwirbel.
Zu den weiteren prominenten Ausfällen des Tages gehörten der Schweizer Etappensieger Gino Mäder, sowie Marc Soler (Spanien), der Brite Alex Dowsett und Fausto Masnada aus Italien.
Am Freitag bietet sich auf der 13. Etappe nach Verona einen neue Chance für die Sprinter um Peter Sagan.
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Schwerer Sturz wirft De Marchi aus dem Rennen

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