Nikias Arndt (DSM) wurde Dritter, Max Walscheid (Qhubeka - Assos) Zehnter. Beide waren ebenfalls Teil der Ausreißergruppe des Tages. Außer Buchmanns Ausscheiden blieb die Gesamtwertung in den Top 10 unverändert; Egan Bernal (Ineos Grenadiers) verteidigte sein Rosa Trikot.
55,089 Kilometer pro Stunde erreichte Campenaerts nicht, aber auch wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit am Ende der Etappe deutlich niedriger lag, als beim Stundenweltrekord des Belgiers, ist der Etappensieg beim Giro sein bislang größter Erfolg auf der Straße. "Das war fantastisch. Wir haben uns beim Frühstück schon gefragt, was wir noch tun könnten, um den Giro noch besser fürs Team zu machen. Zwei Siege waren ja schon toll – drei sind einfach episch, freute sich der Sieger im Eurosport-Interview.
Zuvor hatten bereits Mauro Schmid und Giacomo Nizzolo eine Etappe für Qhubeka – Assos gewonnen.
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"Kameltreiber"-Anfeuerung: Arndt distanziert sich deutlich
GESTERN AM 13:34

Giro-Auftritt ein Boost für die Sponsorensuche?

"Wir sind heute All-In gegangen, weil es unsere letzte Chance auf einen Sieg war mit dem Team, mit dem wir hier sind", erklärte der 29-Jährige, dessen Mannschaft mit kaum Kletterern beim Giro angetreten ist und dann früh Domenico Pozzovivo verlor. Auch auf dem Weg nach Gorizia mussten die drei Qhubeka-Fahrer an den Hügeln auf die Zähne beißen, am Ende aber strahlte man trotzdem.
"Das Team hatte es letztes Jahr schwer, zu überleben. Aber jetzt haben wir beim Giro drei großartige Siege und ich hoffe, dass das eine große Chance für Douglas (Ryder, Teamchef, Anm. d. Red.) ist, einen guten neuen Sponsor zu finden. Aber wir fahren weiter für das, was über allem steht, den guten Zweck, Qhubeka", so der Flame.

Campenaerts attackiert goldrichtig - Arndt sprintet auf Rang drei

Campenaerts nutzt im Sprint Riesebeeks Ungeduld

22 Kilometer vor dem Ziel setzten sich Campenaerts und Riesebeek mit Albert Torres (Movistar) aus der Spitzengruppe ab. Nachdem sie den Spanier fünf Kilometer später abgeschüttelt hatten, lieferten sie sich ein spannendes Duell.
"Auf den letzten zehn Kilometern war es unglaublich glatt. Ich kam in der Abfahrt zurück und saß im letzten Kilometer an seinem Rad“, beschrieb Riesebeek das Finale im strömenden Regen. “Aber ich bin zu früh aus dem Sattel gegangen", gab sich der 28-Jährige selbstkritisch. "Es war die Chance meines Lebens. Ich habe einen Fehler gemacht. Er war natürlich auch sehr stark. Und es ist schwer nach 15 Tagen noch was Positives zu sagen, ich bin einfach nur enttäuscht“, so der Gelderlander direkt nach der Zielankunft.
Ein starkes Rennen fuhr Arndt. Er gewann den Sprint der ersten Verfolger. "Ich habe mich heute gut gefühlt und wollte um den Sieg mitfahren – bin auch ganz gut über die Kuppen gekommen. Schade, dass die anderen beiden weggefahren sind", sagte er im Ziel gegenüber radsport-news.com.

Buchmann-Aus überschattet den Tag

Überschattet wurde die Etappe vom Ausscheiden Buchmanns, der in einen Massencrash verwickelt war und mit drei weiteren Fahrern (Natnael Berhane, Jos van Emden, Ruben Guerreiro) das Rennen nicht fortsetzen konnte.
Die ernüchternde Diagnose folgte am Sonntagabend. "Emu hat eine leichte Gehirnerschütterung sowie mehrere Prellungen im Gesicht und an der Hüfte davongetragen. Zudem hat er eine Wunde im Mund an der Innenseite der unteren Lippe", sagte Bora-Teamarzt Christopher Edler: "Nach dem Sturz wurde Emu direkt ins Krankenhaus gebracht. Durch einem CT-Scan konnten Knochenbrüche ausgeschlossen werden."
"Den Sturz am Anfang habe ich nicht mitgekriegt, weil ich schon in der Gruppe war", erklärte Arndt kurz nach dem Rennen: "Ich habe mich dann etwas gewundert, warum wir angehalten wurden. Aber als es uns erklärt wurde, habe ich es natürlich verstanden", blickte der 29-Jährige auf die 20-minütige Neutralisation des Rennens nach dem Massensturz zurück.
Diese begründete sich darin, dass zu viele das Rennen begleitende Mediziner bei den Sturzopfern bleiben mussten, als dass ein weiterfahrendes Feld noch hätte abgedeckt werden können.
An der Spitze des Gesamtklassements und in den Sonderwertungen änderte sich nichts. Bernal führt weiterhin mit 1:33 Mnuten Vorsprung vor Simon Yates (BikeExchange). Peter Sagan (Bora – hansgrohe) vergrößerte durch die Aufgabe Giacomo Nizzolos (Qhubeka – Assos) seinen Vorsprung in der Punktewertung auf nunmehr 22 Zähler. Neuer Zweitplatzierter ist Davide Cimolai (Israel Start-Up Nation). In der Bergwertung führt weiterhin Geoffrey Bouchard (AG2R – Citroën) vor Bernal.
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