Kämna verlor die Führung in der Bergwertung an Bouwman, der nun 25 Punkte Vorsprung in diesem Klassement hat.
Seinen Kampfgeist bewies Kämna aber im Sprint der Favoritengruppe, den er 2:59 Minuten hinter den Ausreißern gewann und sich Rang sechs sicherte. In der 40 Fahrer starken Gruppen befanden sich auch seine Teamkollegen Emanuel Buchmann, Wilco Kelderman und Jai Hindley als Anwärter für die Gesamtwertung.
Dennoch verlor Bora-hansgrohe die Führung in der Teamwertung um zehn Sekunden an den Trek-Rennstall von Lopez.
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Bouwman profitierte auf dem Weg zum Sieg von der Teamarbeit seines Mannschaftskollegen Tom Dumoulin: Der Giro-Sieger von 2017 stellte sich in den Dienst des 28-Jährigen und bereitete auch den Zielsprint ideal vor, so dass Bouwman den erst zweiten Erfolg seiner Karriere feiern konnte und Bauke Mollema (Trek) sowie Davide Formolo (UAE) auf die nächsten Plätze verwies.

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Giro: Jumbo kann wieder jubeln

Im Ziel waren die Emotionen und der Jubel beim Jumbo-Rennstall groß, war doch der Giro bis zu dieser 7. Etappe nicht wie gewünscht gelaufen.
"Unsere Top-Fahrer haben am Ätna Zeit verloren, deshalb probieren wir etwas bei Etappen. Jetzt gleich im ersten Versuch einen Sieg zu erzielen, ist unbeschreiblich", erklärte der strahlende Bouwman.
"Ich freue mich sehr für Koen. Ich hatte nicht geplant, vorn dabei zu sein, das war eigentlich nur Zufall. Ich wusste, er würde der Schnellste sein, darum war es das oberste Ziel, ihn bis zum Sprint zu pilotieren", war auch Dumoulin mit dem Etappenverlauf höchst zufrieden.

Kämna und Carapaz in der Offensive

Die Mittelgebirgsetappe startete mit einem furiosen Tempo und unzähligen Fluchtversuchen. Auch Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix) versuchte sich mehrmals abzusetzen. Das gelang schließlich Wout Poels (Bahrain Victorious) an der ersten Bergwertung, wo er sich auch die Punkte sicherte. Um den Niederländer, Formolo und Mollema bildete sich anschließend eine größere Gruppe. Sie wurde umgehend wieder gestellt, da Richard Carapaz (Ineos Grenadiers) auf der Abfahrt zur Gruppe aufschließen konnte. Die anderen Klassement-Teams reagierten sofort.
Im weiteren Verlauf ging Kämna zweimal in die Attacke, um sich eine gute Ausgangslage für die Bergpunkte zu schaffen. Doch den Bora-Profi ließ man nicht weg, bis Formolo 132 Kilometer vor dem Ziel schließlich die Gruppe des Tages initiierte. Im Laufe der nächsten Kilometer schlossen Davide Villella (Cofidis), Poels, Bouwman, Mollema, Dumoulin und Diego Carmago (Education First – Easy Post) zu Formolo auf. Das Septett konnte seinen Vorsprung auf maximal 5:30 Minuten ausbauen. Im Feld kehrte wieder Ruhe ein und Trek-Segafredo kontrollierte den Abstand zur Spitzengruppe, um die Gesamtführung von Lopez nicht zu gefährden.
Im Finale der Etappe schrumpfte die Gruppe dann zum Quartett, aus dem heraus Bouwman dann den Sieg holen konnte.
Das 8. Teilstück am Samstag in und um Neapel ist die nächste Herausforderung für die Giro-Fahrer, mit einem Klassiker-Profil und anspruchsvollem Rundkurs im Finale.
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