Giro d'Italia: Bora siegt bei Bergankunft am Blockhaus auf 9. Etappe mit Jai Hindley - Rosa Trikot bleibt bei Lopez

Auch die zweite Bergankunft beim Giro d'Italia 2022 geht an das Team Bora-hansgrohe: Mit Jai Hindley konnte der deutsche Rennstall am Blockhaus jubeln. Der Australier setzte sich im Sprint um den Sieg auf der 9. Etappe vor dem Franzosen Romain Bardet und Richard Carapaz aus Ecuador durch. Das Rosa Trikot verteidigte der Spanier Juan Pedro Lopez als 15. mit großem Kampfgeist um wenige Sekunden.

Auf der letzten Rille: Hindley gewinnt knallharten Bergsprint

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Die Freude bei Team Bora nach dem zweiten Etappensieg innerhalb einer Woche auf den beiden bisher schwersten Tagesabschnitten der Italien-Rundfahrt war riesig.
"Das ist ziemlich unglaublich", jubelte Hindley über den zweiten Giro-Etappensieg seiner Laufbahn nach 2020, "es war bis jetzt für mich nicht das einfachste Jahr - ich habe mir den Hintern aufgerissen, um es überhaupt zum Giro zu schaffen und jetzt fehlen mir die Worte!"
Auch Emanuel Buchmann zeigte am Schlussanstieg eine starke Leistung und belegte Rang sieben mit 16 Sekunden Rückstand. "Es ist top, welchen Start wir beim Giro gezeigt haben mit Lennards Sieg bei der ersten Bergankunft und jetzt dem Sieg heute", freute sich der Top-Kletterer, "ich war heute auch vorne dabei - ein richtig guter Tag für uns".
Buchmann ist in der Gesamtwertung nun bereits Neunter mit 1:09 Minute Rückstand auf Lopez, während Lennard Kämna als 19. der Etappe von Rang zwei des Klassements deutlich auf Position 15 abrutschte (+3:26).
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"Davon hat er profitiert": Aldag analysiert Hindleys Sieg

Quelle: Eurosport

Hinter Lopez verbesserten sich Joao Almeida (+0:12), Bardet (+0:14) und Carapaz (+0:15) auf die nächsten Plätze, Hindley ist nun Fünfter mit 20 Sekunden Rückstand zum maglia rosa.
Obwohl die 13,6 Kilometer bei 8,4% Steigung zum Abschluss der 191 Kilometer mit fünf Bergwertungen ein absoluter Härtetest waren, kamen zehn Fahrer innerhalb einer Minute im Ziel auf 1665 Metern Höhe an.

Giro: Yates verliert alle Chancen

Team Ineos dominierte das harte Finale der Etappe bis knapp fünf Kilometer vor dem Ziel. Als dort der letzte Helfer von Carapaz ausscherte, attackierte der Olympiasieger und allein Bardet sowie Mikel Landa konnten folgen. Doch das Trio konnte sich nicht entscheidend lösen, Hindley kam mit weiteren Fahrern wieder heran und setzte sich im Sprint um den Tagessieg durch.
Alle Chancen auf den Gesamtsieg büßte derweil Simon Yates in den Abruzzen ein: Der Brite verlor früh den Anschluss und kam mit 11:15 Minuten Rückstand ins Ziel - als Sieger des Zeitfahrens in Ungarn hatte er vor einer Woche am ersten Giro-Sonntag noch geglänzt.

Giro: Team Bora erobert Spitze zurück

Bora-hansgrohe eroberte mit der starken Teamleistung die Spitze in der Mannschaftswertung zurück. Einziger Wermutstropfen für den Rennstall war das Ergebnis für Mitfavorit Wilco Kelderman: Der Niederländer hatte in der Abfahrt des vorletzten Berges Defekt, konnte zwar zuerst wieder aufschließen und verlor dann aber am Blockhaus über zehn Minuten.
Neuer Träger des Bergtrikots ist der Italiener Diego Rosa, der als Ausreißer an den ersten Bergwertungen des Tages so viele Punkte sammelte, dass er an Koen Bouwman und Kämna vorbeizog.
Für Rüdiger Selig (Zwenkau/Lotto-Soudal) endete der Giro, damit sind nur noch zehn der ursprünglich elf gestarteten deutschen Fahrer im Rennen.
Nach dem zweiten Ruhetag geht der Giro d'Italia 2022 am Dienstag mit einer flacheren Etappe von Pescara nach Jesi weiter.
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Sturz-Schock beim Giro: Führender fliegt in der Abfahrt ab

Quelle: Eurosport

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