Giro d'Italia: Lennard Kämna triumphiert am Ätna - Bora jubelt bei Bergankunft am Vulkan auf Sizilien

Lennard Kämna hat die erste Bergankunft des Giro d'Italia gewonnen und am Ätna auf Sizilien einen grandiosen Etappensieg gefeiert. Der Bora-Profi setzte sich im Finale des 22 Kilometer langen Schlussanstiegs im Sprint gegen den Spanier Juan Pedro Lopez (Trek-Segafredo) durch. Nach seinem Etappensieg bei der Tour de France 2020 hat der 25-Jährige nun auch bei der Italien-Rundfahrt zugeschlagen.

Kämna stürmt zum Sieg: Das Finale der Bergankunft am Ätna

Quelle: Eurosport

"Ich hatte fast gedacht, ich habe es verloren", sagte Kämna zum dramatischen Etappenende, als Lopez sich kurzfristig abgesetzt hatte. "Doch ich habe ihn eingeholt und konnte mich vor dem Sprint erholen", sagte er: "Ich bin sehr, sehr glücklich. Dieser Sieg nimmt viel Druck."
Das Rosa Trikot übernahm Lopez mit 39 Sekunden Vorsprung auf Kämna, denn der bisherige Träger des "maglia roas", Mathieu van der Poel, kam mit großem Rückstand ins Ziel am Vulkan.
Durch seinen Erfolg auf 1892 Metern Höhe eroberte Kämna das blaue Bergtrikot des Giro von seinem Landsmann Rick Zabel. In einer 14 Fahrer starken Gruppe hatte sich Kämna nach rund zehn Kilometern vom Feld abgesetzt und dann am Schussanstieg seine Kräfte ideal eingeteilt und im Finale den Sieg clever perfekt gemacht.
"Das ist das erste Trikot, das ich eigentlich in meiner Profikarriere trage", so Kämna, "von daher macht es mich ein bisschen stolzer." Er sei "superglücklich, dass es funktioniert hat".
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Kämna siegt im Showdown am Ätna: Die Highlights der 4. Giro-Etappe

Quelle: Eurosport

Giro: Dumoulin und Nibali böse geschlagen

Die Gruppe der Favoriten auf den Gesamtsieg kam 2:37 Minuten nach Kämna ins Ziel, angeführt von Richard Carapaz (Ineos). Zu diesen insgesamt 17 Fahrern gehörte auch Emanuel Buchmann sowie seine Bora-Teamkollegen Jai Hindley (Australien) und Wilco Kelderman (Niederlande) - damit übernahm der deutsche Rennstall die Führung in der Teamwertung.
Als einer der Favoriten fiel der Niederländer Tom Dumoulin (Jumbo-Visma) zurück, der Giro-Sieger 2017 kassierte 9:10 Minuten Rückstand, auch Lokalmatador Vincenzo Nibali (+4:52) verlor schon auf der ersten Bergetappe wohl alle Chancen auf einen weiteren Gesamtsieg beim Giro.

Giro: Chance für Sprinter am Mittwoch

Nach den ersten drei Tagen der Rundfahrt in Ungarn und dem Transfer am Montag auf die Mittelmeerinsel erwartete die Fahrer eine lange Anfahrt von Avola zum Ätna und ein 22 Kilometer langer Schlussanstieg als erster Härtetest. Die fünfte Etappe von Catania, der zweitgrößten Stadt auf Sizilien, in die Hafenstadt Messina könnte wieder den Sprintern um ihren König Mark Cavendish gehören, wenn sie den Anstieg der zweiten Kategorie zum Portella Mandrazzi überstehen.
Am Donnerstag geht es dann aufs italienische Festland, der Giro endet am nach 3410 km am 29. Mai.
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