Giro d'Italia: Lennard Kämna will um Bergtrikot "so lange wie möglich" mitfahren - Deutscher verteidigt Führung

Die fünfte Etappe des Giro d'Italia 2022 fand in Arnaud Démare ihren Sieger. Lennard Kämna konnte dabei sein Bergtrikot verteidigen und den Rückstand auf den Gesamtführenden Juan Pedro Lopez beibehalten (+39 Sekunden). Im Anschluss sprach die deutsche Hoffnung über die weiteren Chancen auf das Trikot und den Plan für die nächsten Etappen. Die Stimmen der Protagonisten von Messina.

Lennard Kämna - Giro d'Italia

Fotocredit: Imago

Kämna hatte einen Tag nach seinem Triumph am Ätna vor allem mit den beschleunigenden Abschnitten der Strecke zu kämpfen.
Im Kampf um das Bergtrikot will sich der 25-Jährige aber noch nicht aus dem Fenster lehnen und einen Schritt nach dem anderen setzen.
Tagessieger Démare sonnte sich derweil im Glanz seines Erfolges und tankte durch den erfolgreichen Kraftakt ordentlich Selbstvertrauen.
Gesamtführender Juan Pedro Lopez will indes den Moment genießen. "Ich lebe gerade echt meinen Traum", hielt der Spanier fest. Die Stimmen nach der fünften Etappe gibt es hier im Überblick.

Giro d'Italia: Die Stimmen zur 5. Etappe

Lennard Kämna (Bora - hansgrohe / Bergtrikot): "Ich habe meine Beine von gestern doch noch ganz schön gemerkt, gerade in den Beschleunigungen war ich ganz schön am Limit. Deswegen war ich happy, dass wir heute kein zu hartes Profil hatten. Es war dennoch ein schöner Tag. Ob ich auf das Trikot gehe, wird sich noch zeigen. Ich schaue von Tag zu Tag, möchte es aber natürlich so lange wie möglich tragen."
Arnaud Démare (Groupama - FDJ / Etappensieger): "Es ist klar, dass ich super zufrieden bin, meinen ersten Saisonsieg beim Giro zu holen. Es war ein schwieriger Tag. Aber der Sprint ist gut gelaufen, auch wenn es etwas chaotisch aussah. Die Jungs haben einen super Job gemacht. Der Anstieg war schwierig, aber das haben wir erwartet. Ich habe nicht wenig Zeit verloren, aber die Jungs haben mir sehr geholfen, um auf der Abfahrt zurückzukommen. Und auch dann haben sie noch super gearbeitet, um Cavendish und Ewan auf Abstand zu halten. Mein heutiger Sieg zeigt, dass man im Radsport niemals aufgeben darf."
Giacomo Nizzolo (Israel - Premier Tech / Etappendritter): "Das Team hat unseren Plan perfekt umgesetzt. Ich war nicht überrascht, dass im Anstieg einige Sprinter zurückfielen, denn wir haben dort ein richtig hohes Tempo angeschlagen. Kurz vor dem Ziel bekam ich die Info, dass es am Ende Gegenwind geben würde, deshalb ließ ich mich nach der letzten Kurve ein paar Positionen zurückfallen. Mein Gefühl sagte mir, dass es besser wäre, von hinten zu kommen. Allerdings musste ich mir dann auf den letzten Metern auch einen Weg nach vorne suchen. Ich hatte ein hohes Tempo drauf und ich denke, ich hätte ein noch besseres Ergebnis erzielen können. Morgen gibt es eine neue Chance."
Biniam Girmay (Intermarché - Wanty Gobert / Etappenfünfter): "Das Team hat mich auf dem letzten Kilometer in eine gute Position gebracht. Ich hatte auch gute Beine. Allerdings wäre ich auf den letzten 100 Metern zwei Mal beinahe gestürzt. Beim ersten Mal bin ich noch etwas ins Risiko gegangen, aber dann habe ich zurückgesteckt."
Juan Pedro Lopez (Trek - Segafredo / Rosa Trikot): "Es ist einfach unglaublich, das Rosa Trikot zu haben. Ich kann es immer noch nicht glauben, was ich gerade erlebe. Heute war der schönste Tag in meinem Radsportleben. Ich lebe gerade echt meinen Traum. Am Ende bin ich weit vorne gefahren, um Stürzen aus dem Weg zu gehen."
Ramon Sinkeldam (Groupama - FDJ / Démares Anfahrer): "Der Sieg war bitter nötig. Es muss bei Arnaud immer alles stimmen, denn er ist nicht der schnellste Sprinter, aber heute hat es gepasst. Ich bin Anfahrer und trainiere das ganze Jahr wie ein Irrer, um so eine Leistung wie heute zu zeigen. Wir hatten oben (auf dem Berg) nicht so viel Rückstand. Ich hatte wirklich Gänsehaut, als wir zu sechst oder siebt hinter dem Feld hergejagten. Wir waren im Sprint eigentlich nicht perfekt positioniert. Trotzdem lief es zum Schluss perfekt. Ich war sehr lange im Wind und Arnaud auch – aber er war heute einfach nicht zu stoppen".
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"Unschlagbar": Démare zieht im Finale gnadenlos durch

Quelle: Eurosport

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