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Giro d'Italia 2023 - Reaktionen zum Coup von Primoz Roglic: "Er hat es mir richtig gegeben"
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Publiziert 27/05/2023 um 23:35 GMT+2 Uhr
Primoz Roglic hat auf der 20. Etappe des Giro d'Italia doch noch den Turnaround geschafft und Geraint Thomas das Rosa Trikot abgeluchst. Während sich der Slowene, der vor seinem ersten Gesamtsieg bei der Italien-Rundfahrt steht, bei seinen Landsleuten an der Strecke für "Extra-Watt" bedankte, kämpfte Geraint Thomas mit seinen Gefühlen. Die Reaktionen zum spannenden Bergzeitfahren.
Highlights: Thomas düpiert - Roglic stürmt trotz Panne ins Rosa Trikot
Quelle: Eurosport
Nachdem er im Bergzeitfahren der 20. Tour-Etappe 2020 noch das Gelbe Trikot an Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) hatte abgeben müssen, hat sich Primoz Roglic (Jumbo – Visma) knapp drei Jahre später für die wohl bitterste Niederlage seiner Karriere entschädigt.
Im Bergzeitfahren des 106. Giro d’Italia verdrängte der Slowene ebenfalls am vorletzten Tag der Rundfahrt den Briten Geraint Thomas (Ineos Grenadiers) noch vom ersten Platz der Gesamtwertung und steht nach drei Vuelta-Triumphen nun vor dem Gewinn der Italien-Rundfahrt.
Die Reaktionen in der Übersicht.
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Analyse: Thomas zu passiv? So gelang Roglic doch noch der Turnaround
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Die Reaktionen der Fahrer:
Primoz Roglic (Jumbo – Visma / Etappensieger und Rosa Trikot): "Es ist fantastisch. Es geht nicht nur um den Sieg, es geht um die Menschen, die Energie hier. Es ist unglaublich. Das sind Momente, an die ich mich immer erinnern werde. Ich hatte gute Beine, aber die Menschen haben mir Extra-Watt gegeben. Ich habe es genossen. Einen Tag haben wir noch vor uns, einmal müssen wir uns noch konzentrieren. Die Runde dort (Schlussetappe von Rom) ist ziemlich technisch. Es ist nicht vorbei, ehe es vorbei ist."
Geraint Thomas (Ineos Grenadiers / Etappen- und Gesamtzweiter): "Ich will nicht nach Entschuldigungen suchen. Irgendwie hatte ich nicht den richtigen Druck auf dem Pedal. Ich verliere lieber mit so einem Rückstand als mit einer oder zwei Sekunden. Immerhin hat er (Roglic) es mir richtig gegeben. Und um ehrlich zu sein: Dann verdient er es. Wenn mir das (Rang zwei) jemand im März vorhergesagt hätte, hätte ich mich wahnsinnig gefreut. Aber jetzt bin ich wirklich ziemlich enttäuscht."
Joao Almeida (UAE Team Emirates / Etappen- und Gesamtdritter, Träger des Weißen Trikots): "Ich bin sehr zufrieden und freue mich auf die Zukunft. Hoffentlich ist das erst der Anfang. Ich habe versucht, heute eine gute Leistung zu bringen und mich nicht in die Luft zu jagen. Ich denke, dass ich im Anstieg gut gefahren und dort mit jedem Kilometer besser geworden bin. Ich bin sehr zufrieden. Primoz war einfach unglaublich. Ich habe erwartet, dass sie (Roglic und Thomas) schneller sind als ich. Ich glaube, ich saß zwanzig Sekunden lang auf dem Hot Seat, deshalb konnte ich es nicht wirklich genießen. Aber ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Jetzt freue ich mich auf morgen und eine gute Erholungsphase danach."
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Siegerinterview mit Sohn auf dem Arm: Roglic klärt Defekt auf
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Lennard Kämna (Bora – hansgrohe / Gesamtneunter): "Wie erwartet war es ein wirklich schwieriges Zeitfahren. Wir haben uns gut darauf vorbereitet und wussten, dass ich eine gute Chance hatte, hier gut abzuschneiden. Was soll ich mehr sagen, außer, dass ich an diesem letzten und entscheidenden Tag für die Gesamtwertung alles gegeben habe und deshalb mit meiner Leistung zufrieden sein kann."
Addy Engels (Sportlicher Leiter Jumbo – Visma): "Es war eine Achterbahnfahrt. Übrigens nicht nur heute. Das erlebt man nirgendwo sonst. Als er (Roglic) ein Problem mit seinem Fahrrad hatte, dachte ich, es sei vorbei, aber zum Glück blieb er konzentriert. Er ist ein tolles Finale gefahren. Dass er das hier vor seinem Publikum geschafft hat, bedeutet mir sehr viel und ihm, glaube ich, noch mehr."
Koen Bouwman (Jumbo – Visma, zum Defekt von Primoz Roglic): "Ich dachte: Es ist vorbei, es ist vorbei. Aber es ist immer noch Primoz, nicht wahr? Es ist unglaublich. Wir wussten: Das ist ein Zeitfahren, in dem es machbar ist. Es ist wunderschön."
Die Stimmen der Eurosport-Experten:
Bernie Eisel ...
... über die Leistung von Roglic: "Primoz war extrem stark über den gesamten Giro d’Italia und hat lange, lange gewartet, bis die Kontrahenten Fehler machen. Er war heute dominierend, ansonsten wäre der Vorsprung heute noch größer geworden. Das Adrenalin als Energiequelle hat richtig funktioniert."
... über Roglics Defekt: "Zum Glück ist alles gut gegangen. Nächstes Kapitel aufschlagen und sagen, wir hatten viel, viel Glück. Da werden sie heute Abend auch noch alle sitzen und sagen: 'Trinken wir mal ein Bierchen gemeinsam, dass das gut gegangen ist und bedanken uns bei allen, die uns geholfen haben.'"
... über Geraint Thomas: "Er war nie der Fahrer, der in die Attacke ging und es haben sich für ihn auch wenig Chancen ergeben, wo er noch eine Sekunde hätte rausholen können. Dazu ist er zu wenig explosiv, das hat man auch heute gesehen. Ich glaube er ist nur zweimal aufgestanden hier auf dem Berg. Das war definitiv das, was Primoz Roglic auch im Hinterkopf hatte. Da hatte Geraint Thomas einen Nachteil, er ist ein Bahnfahrer. Er kann natürlich über lange Zeit gleichmäßig dahinfahren, aber der ruppige Untergrund und der Betonasphalt darauf, der ist ihm zum Hindernis geworden."
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Sekunden-Showdown um Rosa: Roglic schlägt Thomas am Monte Lussari
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Karsten Migels ...
... über Roglics Entwicklung seit der Schmach auf der Planche des Belles Filles bei der Tour de France 2020: "Die Mannschaft hat daraus gelernt, er ist älter geworden. Seither sind drei Jahre verstrichen und Roglic ist ein supercooler Rennfahrer. Er war früher Skispringer, ich glaube das darf man auch nicht vergessen. Dort wo das Zeitfahren gestartet wurde, wurde er 2007 Junioren-Weltmeister im Skispringen. Diese Lockerheit kommt sicher aus diesem Bereich, dass er genau weiß, ich muss mit dem Stress so und so umgehen. Heute hat fast alles gepasst. Das hätte ja auch in die Hose gehen können mit seinem Defekt."
... über die Bedeutung von Roglics Coup: "Er ist immer an der Tour de France gescheitert. Dort ging er immer als Favorit und Kapitän von Jumbo-Visma an den Start, das hat nicht funktioniert. Als Rennfahrer zweifelt man dann auch ein bisschen an sich. Kann ich das überhaupt? Die Spanien-Rundfahrt ist ein ganz anderes Rennen, nicht vergleichbar mit dem Giro oder der Tour de France. Alleine der Mediendruck bei der Tour ist um ein Vielfaches höher. Heute hat er bewiesen, dass er eine Rundfahrt wie den Giro gewinnen kann und wahrscheinlich auch die Tour de France, wenn alles zusammenpasst."
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(mit radsport-news.com)
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Mit Wheelie durch die Massen: Rex liefert Show beim Zeitfahren
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