Giro d'Italia 2024: Jonathan Milan ist in Andora der Schnellste der Schnellen, Phil Bauhaus Dritter der 4. Etappe
VonFelix Mattis
Publiziert 07/05/2024 um 17:02 GMT+2 Uhr
Jonathan Milan (Lidl - Trek) hat nach einem High-Speed-Sprint in Andora an der ligurischen Küste die 4. Etappe des Giro d'Italia gewonnen. Der Italiener setzte sich nach 190 Kilometern vor Kaden Groves (Alpecin - Deceuninck) und Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) durch. Am Capo Mele kurz vor Schluss hatte Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) attackiert, er wurde auf dem Schlusskilometer aber gestellt.
Ganna verpasst Coup an der Küste - Girmay muss aufgeben
Quelle: Eurosport
"Ich bin immer noch total voller Emotionen. Von Beginn des Giro hatten wir alle ein gemeinsames Ziel. Die Jungs haben heute einen richtig starken Job gemacht. Es ist senationell, hier wieder zu gewinnen", freute sich Milan über seinen zweiten Giro-Etappensieg, auf den Tag genau ein Jahr nach dem ersten. Dazwischen standen im vergangenen Jahr noch vier zweite Plätze bei Sprintankünften.
"Wir haben die ganze Zeit an unsere Chance geglaubt. Noch besonderer ist die Situation, weil meine Eltern heute auch hier waren", so Milan weiter.
Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) erreichte im Hauptfeld das Ziel und verteidigte sein Rosa Trikot als Gesamtführender daher problemlos mit weiterhin 46 Sekunden Vorsprung auf Geraint Thomas (Ineos Grenadiers) und 47 auf Daniel Felipe Martinez (Bora - hansgrohe). Milan übernahm das Maglia Ciclamino des Punktbesten, das er im vergangenen Jahr bereits gewonnen hatte, und liegt mit 113 Zählern dort nun deren 32 vor Tim Merlier (Alpecin - Deceuninck), dem Sieger der 3. Etappe.
Das Bergtrikot besitzt weiterhin Pogacar, es wird am Mittwoch aber stellvertretend von Lilian Calmejane (Intermarché – Wanty) getragen werden, der den einzigen Bergpreis des Tages gewann und sich auf Rang zwei der Wertung vor schob. Bester Nachwuchsfahrer bleibt Cian Uijtdebroeks (Visma – Lease a Bike).
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Milan triumphiert nach langem High-Speed-Sprint auf 4. Etappe
Quelle: Eurosport
Gleich auf den ersten Kilometern bildete sich nach mehreren Attacken ein Ausreißerquartett mit Lilian Calmejane (Intermarché – Wanty), Stefan De Bod (EF Education – EasyPost), Francisco Munoz (Polti – Kometa) und Zeitfahr-Weltmeister Filippo Ganna (Ineos Grenadiers).
Die Vier fuhren schnell eine Minute heraus, dann aber hielt das Peloton dagegen. Der Abstand wuchs nicht über 1:30 Minuten an, bis nach 26 Kilometern Ganna vorne im Regen die Beine hochnahm und sich zurückfallen ließ. Als er im Hauptfeld zurück war, fiel dort sofort das Tempo herunter und die drei verbliebenen Ausreißer konnten endlich richtig enteilen, so dass nach 55 Kilometern 4:30 Minuten auf der Uhr standen.
Munoz sicherte sich nach 79 Kilometern und nach 116,5 Kilometern die je zwölf Punkte an den beiden ersten Zwischensprints des Tages und Calmejane gewann dazwischen am Colle del Melogno (3. Kategorie) bei Kilometer 88 den einzigen Bergpreis, um sich anschließend aus der Spitzengruppe zurückfallen zu lassen.
Im Hauptfeld hatten bergauf vor allem Visma – Lease a Bike und Lidl – Trek das Tempo bestimmt und damit einige Sprinter wie Fabio Jakobsen (dsm-firmenich – PostNL) abgehängt. In der Abfahrt in Richtung ligurischer Küste kamen Jakobsen und Co. aber wieder zurück, bis es dann auf nasser Straße zu mehreren Stürzen kam und das Feld in mehrere Gruppen zerriss.
Girmay gibt den Giro auf
Unter anderem waren Marius Mayrhofer (Tudor), Ben O'Connorb(Decathlon – AG2R) und Biniam Girmay (Intermarché – Wanty) am Boden. Letzterer kam kurz darauf während seiner Verfolgung des Feldes gleich noch ein zweites Mal zu Fall – und gab den Giro dann nach einigen Minuten am Straßenrand auf.
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Zweiter Sturz in der Abfahrt: Giro-Aus für Sprintstar Girmay
Quelle: Eurosport
Unten in Savona angeommen lag das weiter von Visma und Lidl angeführte Feld noch 2:35 Minuten hinter den zwei verbliebenen Spitzenreitern De Bod und Munoz, bestand aber nur noch aus knapp 40 Mann. De Bod holte die drei Bonussekunden am letzten Zwischensprint, Munos zwei und aus dem Feld heraus Cian Uijtdebroeks (Visma – Lease a Bike) noch eine für Rang drei.
Entlang der Küste kamen die abgehängten Gruppen wieder ans erste Feld heran und das Rennen lief in der letzten Rennstunde bei nun trockenen und sonnigen Bedingungen auf den erwarteten Massensprint in Andora zu - auch wenn De Bod und Munoz sich bis zur 5-Kilometer-Marke an den Fuß des letzten Hügels, Capo Mele, noch behaupteten. Dort aber holte das Feld sie ein und Ganna lancierte seine Attacke.
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Massencrash im Regen: O'Connor, Girmay und Mayrhofer am Boden
Quelle: Eurosport
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